Ludwig Preusch von den Freien Wählern steht im Fokus von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bamberg. Der Vorwurf: Beleidigung eines Stadtratskollegen auf Facebook – und zwar unter einem Pseudonym. Preusch hat inzwischen zugegeben, hinter dem Account zu stecken. Der Beitrag sei „unter der Gürtellinie“ gewesen und wurde gelöscht, teilte er in einer Erklärung mit.
Die Staatsanwaltschaft prüft den Fall, betont aber: Es gilt die Unschuldsvermutung. Preusch selbst spricht von Übereifer im Wahlkampf und persönlichem Ärger als Auslöser und bittet um Entschuldigung. Das berichten die Nordbayerischen Nachrichten.
Die Freien Wähler reagieren bestürzt und legen ihm den Rücktritt nahe – Preusch folgt und wird sein Mandat nicht antreten. Bekannt geworden war der Fall zuvor durch Oberbürgermeister Uwe Kirschstein, der ihn in seiner letzten Stadtratssitzung angesprochen hatte – ohne einen Namen zu nennen.