In seiner Abschiedsrede hat Oberbürgermeister Uwe Kirschstein gestern den Verdacht öffentlich gemacht, dass ein aktuelles und künftiges Stadtratsmitglied hinter einem Fake-Account steckt, der im Kommunalwahlkampf beleidigende Kommentare verbreitet haben soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Beleidigung. Namen wurden nicht genannt, es gilt die Unschuldsvermutung. Im Stadtrat sorgte der Vorwurf für große Bestürzung, mehrere Politiker fordern Konsequenzen. So auch CSU-Stadtrat Frank Streit. Er sagte gegenüber Radio Bamberg:
„Ja, da ist man schon in einer gewissen Schockstarre, so wie es im gesamten Gremium auch war, nachdem diese Bombe geplatzt ist und diese Info kundgetan wurde, dass da strafrechtlich was verfolgt wird. Das ist in dem luftleeren Raum von Social Media eh schon schwer genug und auch echt ermüdend teilweise, was da für ein Quatsch geschrieben wird, immer unter der Anonymität. Wenn man dann auch noch gesagt bekommt, dass ein Mitglied des Rates sich ein Profil anlegt, ein Fake-Profil und dann hier gegen Hinz und Kunz wettert. Also ich hoffe, dass der Sache da auf den Grund gegangen wird und dass dann der, die das, ja die Konsequenzen zieht.“
Auch die designierte Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz spricht von einem schweren Vertrauensbruch und plädiert für einen Rückzug der betroffenen Person.