Nach sexualisierter Gewalt oder körperlicher Misshandlung brauchen Betroffene schnelle medizinische Hilfe. Vielen fällt es dann aber schwer in so einer Ausnahmesituation zu entscheiden, ob man das bei der Polizei anzeigen will. Das Klinikum Bayreuth bietet deshalb ab sofort – als einziges in Oberfranken – die Möglichkeit der vertraulichen Spurensicherung an. Pressesprecher Frank Schmälzle:
„Das bedeutet, dass Personen, die Gewalt, vielleicht sexualisierte Gewalt erfahren haben in der zentralen Notaufnahme bei uns am Klinikum und in der Frauenklinik, eine Anlaufstelle haben. Dort werden Spuren der Tat gesichert. Es ist so, dass die vertrauliche Spurensicherung keine absolut anonyme ist. Wir müssen ja im Nachhinein auch die Möglichkeit haben, nachzuvollziehen, welche Spuren zu wem gehören.“
Die gesicherten Spuren werden dann bis zu 2 Jahre in der Rechtsmedizin Würzburg aufbewahrt. In der Zeit kann man sich entscheiden, ob man die Tat anzeigt oder nicht.