Lebensmittelrückruf

Ehec-Bakterien nachgewiesen: Rapunzel ruft Samen zurück

31. Juli 2026 , 17:00 Uhr

In Rotkleesamen von Rapunzel sind potenziell gefährliche Ehec-Bakterien nachgewiesen worden. Das Unternehmen aus Bayern ruft eine bundesweit verkaufte Charge zurück.

Wegen einer möglichen Gesundheitsgefahr ruft der Bio-Lebensmittelhersteller Rapunzel Rotkleesamen zurück. Bei einer amtlichen Untersuchung seien in dem Produkt Shigatoxin-bildende Escherichia coli, sogenannte STEC/Ehec-Bakterien, nachgewiesen worden, teilte das Unternehmen am Freitag in Legau im schwäbischen Landkreis Unterallgäu mit. Betroffene Samen und bereits daraus gezogene Sprossen sollten nicht verzehrt werden.

Der Rückruf betrifft ausschließlich «Rapunzel bioSnacky Rotklee» in der 30-Gramm-Packung mit der Charge 11293 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12/2028. Die Artikelnummer lautet 690280, die EAN 4006040169871. Das Produkt wurde nach Unternehmensangaben bundesweit im stationären Handel und im Onlinehandel verkauft. Lieferungen gingen zudem unter anderem nach Österreich, Italien und in das Vereinigte Königreich.

Durchfall und Bauchkrämpfe, auch Nierenversagen möglich

Eine Infektion mit STEC/Ehec kann innerhalb einer Woche zu Durchfall und Bauchkrämpfen führen. Insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind schwerere Verläufe mit blutigem Durchfall möglich. In seltenen Fällen kann vor allem bei Kleinkindern ein hämolytisch-urämisches Syndrom, kurz HUS, auftreten, das zu akutem Nierenversagen führen kann.

Wer das betroffene Produkt oder daraus gezogene Sprossen gegessen hat und schwere oder länger anhaltende Beschwerden entwickelt, sollte nach Angaben des Unternehmens ärztliche Hilfe suchen und auf eine mögliche STEC/EHEC-Infektion hinweisen. Ohne Symptome sei eine vorsorgliche ärztliche Behandlung nicht erforderlich.

Betroffene Packungen können in der jeweiligen Einkaufsstätte zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet. Alternativ können Samen und bereits daraus gezogene Sprossen über den Restmüll entsorgt werden. Andere Produkte der Reihe «bioSnacky» seien nicht betroffen.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

17.07.2026 324.000 Kläger verlieren Prozess um Reklame auf Amazon Prime Amazon schickt seinen Prime-Video-Kunden Werbespots auf die Bildschirme. Die sächsische Verbraucherzentrale machte dagegen mit einer groß angelegten Sammelklage mobil - und ist vorerst gescheitert. 14.07.2026 20 Tonnen Käse verschwunden Eine Käserei will 20 Tonnen Emmentaler von Bayreuth nach Frankreich liefern lassen. Doch dort kommt der Käse nie an. Die Polizei steht vor einem Rätsel. 07.07.2026 Eröffnung der Strecke Nürnberg-Regensburg erst Ende Juli Erneut kommt es zu Verzögerungen bei einer wichtigen Korridorsanierung der Deutschen Bahn. Diesmal trifft es die Strecke Nürnberg-Regensburg. Grund dafür sei die Stellwerktechnik. 07.07.2026 Münchner geht in Allgäuer Bergsee unter und stirbt Ein 29-Jähriger will mit einem Begleiter den Unteren Gaisalpsee durchschwimmen, als er plötzlich untergeht. Eine Suche per Hubschrauber bleibt erfolglos. Taucher machen dann einen traurigen Fund.