Zehn gemeinnützige Organisationen in Bayern haben sich auf verbindliche Standards für Haus- und Straßensammlungen geeinigt. Spenderinnen und Spender sollen so vor betrügerischen Sammlungs-Aktivitäten geschützt werden, wie die Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege mitteilte.
«Haus- und Straßensammlungen sind für viele soziale Angebote unverzichtbar – zugleich leben sie vom Vertrauen der Menschen», sagte Margit Berndl, Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern. «Mit der gemeinsamen Selbstverpflichtung setzen wir klare Standards, schaffen Transparenz und grenzen uns eindeutig von unseriösen oder betrügerischen Sammlungen ab.»
Und das sind die wichtigsten Vereinbarungen:
Auf das Regelwerk einigten sich der Sozialverband VdK, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogel- und Naturschutz Bayern (LBV), die AWO, das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Caritas, die Diakonie, der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Landesverband Israelitischer Kultusgemeinden.
Immer wieder meldet die Polizei in Bayern Versuche von Betrügern, mit Spendensammeln an Geld zu kommen. So berichtete die Polizei in Oberfranken im vergangenen August, dass drei Männer in Forchheim vorläufig festgenommen wurden: Sie hatten Geld für eine wohltätige Organisation gesammelt, die nach Erkenntnissen der Ermittler gar nicht existiert hatte. Im vergangenen September nahm die Polizei in Nürnberg sieben Verdächtige vorläufig fest, die im Bereich der Nürnberger Messe als falsche Spendensammler unterwegs waren.
Quelle: dpa