Bilanz

Die Blitzhochburgen 2025 liegen in Schwaben und Oberbayern

14. April 2026 , 04:01 Uhr

Kaufbeuren im Allgäu führt das deutschlandweite Blitz-Ranking an und auch die restlichen Stockerlplätze gehen an Landkreise in Alpennähe.

Die neue deutsche Blitzhauptstadt heißt Kaufbeuren. Mit einer Dichte von 1,23 Blitzen pro Quadratkilometer liegt die kreisfreie Stadt im Allgäu auf Platz eins des vom Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids erstellten deutschlandweiten Rankings der Landkreise, Kreise und kreisfreien Städte, das der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Dabei reichten diesmal außergewöhnlich wenige Blitze für Platz eins. Rosenheim Stadt als Spitzenreiter des vergangenen Jahres war da noch auf fast drei Blitze pro Quadratkilometer gekommen. 

Die Plätze zwei und drei im deutschlandweiten Ranking gehen an Landkreise im Süden des Freistaats. Landsberg am Lech mit 1,09 Blitzen pro Quadratkilometer und Fürstenfeldbruck mit 1,03. Und auch die Plätze fünf bis acht sind mit den Landkreisen Dachau (0,93), Ostallgäu (0,86), Oberallgäu (0,84) und Rosenheim (0,83) bayerisch besetzt. Nur Mönchengladbach auf Rang vier schiebt sich dazwischen. 

Das Alpenvorland gilt generell als blitzreich – in den meisten Jahren findet sich dort die Blitzhochburg, weil das dortige Gelände die Entstehung von Gewittern begünstigt.

Blitzarmes Franken

Die blitzärmsten Gegenden Bayerns lagen dagegen in Franken. In Schweinfurt Stadt gab es nur 0,08 Blitze pro Quadratkilometer, in Erlangen 0,11 und im Landkreis Forchheim 0,12. Deutschlandweites Minimum war Kiel mit 0,05. 

Auch auf Ebene der Bundesländer liegt Bayern vorne. Es hat die höchste Blitzdichte mit 0,43 pro Quadratkilometer und mit rund 30.000 Blitzen auch die absolut höchste Zahl an Erdblitzen. Platz zwei ging an Baden-Württemberg mit knapp 15.000 Blitzen. Deutschlandweiter Durchschnitt bei der Blitzdichte waren 0,28 Erdblitze pro Quadratkilometer. 

Der Blitz mag Feuchtigkeit und Hitze

2025 war insgesamt ein ungewöhnlich blitzarmes Jahr. Deutschlandweit waren es nur rund 100.000 Erdblitze – etwa halb so viele wie 2024. Diese Zahl war allerdings schon im Januar bekanntgeworden. Wärme und Feuchtigkeit machen Blitze wahrscheinlicher, weswegen sie vor allem im Sommer auftreten, in besonders trockenen Jahren aber tendenziell seltener sind. 2025 war es dabei oft entweder zu kalt oder zu trocken für starke Blitzaktivität.

Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zählen nur Erdblitze – also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken. Zudem kommt es häufig vor, dass durch einen Blitzkanal in kürzester Zeit mehrere Entladungen fließen. Für Beobachter sieht das wie ein Flackern des Blitzes aus. Fachleute unterscheiden hier zwischen einem «Flash» und mehreren «Strokes». Die Aldis/Blids-Statistik zählt in diesem Fall einen Blitz, also «Flash».

Quelle: dpa

 

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