Winterspiele

Geiger bricht ein: Kombinierer verfehlen Olympia-Medaille

11. Februar 2026 , 14:55 Uhr

2022 wurde Vinzenz Geiger Olympiasieger. Nun liegt er erst gut im Rennen, muss dann bei sehr schwierigen Bedingungen aber abreißen lassen. Er und seine Kollegen stehen unter prominenter Beobachtung.

Enttäuscht trottete Vinzenz Geiger aus dem Zielbereich: Die deutschen Nordischen Kombinierer haben eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen verpasst. Der aussichtsreich gestartete Geiger brach bei sehr schwierigen Bedingungen auf der Skilanglaufstrecke komplett ein und lief nur als Zehnter ins Ziel. Johannes Rydzek wurde als bester Deutscher Achter.

«Ich habe mich einfach nicht gut gefühlt heute – das ganze Rennen schon nicht», sagte Geiger in der ARD. «Wenn man Olympiasieger werden will oder eine Medaille holen will, dann muss man schon in Topform sein. Und das war ich heute nicht», sagte Geiger. «Aber ich habe noch mal zwei Chancen. Da habe ich jetzt ein paar Tage Luft, um zu trainieren. Und da greife ich dann wieder an.» Die Kombinierer messen sich noch im Großschanzen-Einzel und im Teamsprint.

Norweger wird Olympiasieger

Zum Olympiasieger krönte sich nach einem Sprung von der Normalschanze und dem entscheidenden Langlaufrennen über zehn Kilometer der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber sicherte sich Johannes Lamparter aus Österreich. Bronze ging überraschend an den Finnen Eero Hirvonen. Als dritter Deutscher lief Julian Schmid auf Rang 14.

Geiger, der vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking im Normalschanzen-Einzel furios Gold gewonnen hatte, war diesmal nach dem Skispringen als Achter aussichtsreich ins Rennen gegangen. Rydzek und Schmid schienen im Kampf um das Podest ebenfalls nicht chancenlos. Die Hoffnungen erfüllten sich vor den Augen von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die nach dem Rennen auch mit Geiger sprach, jedoch nicht.

Traditionsreiche Disziplin droht das Olympia-Aus

Das Internationale Olympische Komitee schaut bei diesen Winterspielen ganz genau hin. Die Kombinierer kämpfen um ihre Olympia-Zukunft. Als einzige Sportart bei dem Großereignis findet die Kombination ohne Frauen statt. Noch ist offen, ob für die nächste Ausgabe des Großereignisses Athletinnen aufgenommen werden oder ob die Kombination vielleicht sogar ganz aus dem Programm genommen wird. 

«Wir haben einfach den geilsten Sport der Welt. So ist es einfach», sagte Geiger nach dem Skispringen in Predazzo, bei dem für die Kombination ungewöhnlich viele Zuschauer vor Ort waren. Auf der anspruchsvollen Laufstrecke lieferten die besten Kombinierer der Welt dann ein packendes Rennen. Die Tribünen in Tesero, auf denen Zuschauerrinnen mit Schildern für Gleichberechtigung in dem Sport demonstrierten, waren allerdings nur spärlich besucht.

Quelle: dpa

 

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