Ski alpin

Deutsche enttäuschen bei Schweizer Dreifach-Erfolg

28. Februar 2026 , 13:10 Uhr

Auf der schwierigen Kandahar-Piste von Garmisch zeigen die Schweizer Ski-Asse ihr Können. Superstar Odermatt gewinnt vor zwei Teamkollegen. Die Lokalmatadoren aus Deutschland haben nichts zu feiern.

Die Schweizer Skirennfahrer haben die Weltcup-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen dominiert. Angeführt von Sieger Marco Odermatt feierten die Eidgenossen bei dem Traditionsevent in Oberbayern einen Dreifacherfolg. Der beste Skifahrer der Gegenwart verwies seinen Teamkollegen Alexis Monney um vier Hundertstelsekunden auf Rang zwei. Der drittplatzierte Stefan Rogentin hatte indes fast eine Sekunde Rückstand. Odermatt baute durch den Erfolg auf der Kandahar-Piste seinen Vorsprung an der Spitze sowohl der Gesamt- als auch der Disziplinwertung aus.

Jocher jenseits der Top 30 deutlich: «Das ist peinlich»

Die deutschen Alpin-Athleten enttäuschten dagegen vor rund 5.000 Fans. Der Garmischer Simon Jocher verpasste in seinem Heimrennen als 37. die Punkteränge. «Einfach schlecht» fand der 29-Jährige seine Fahrt. «Das ist peinlich. Das ist nicht mein Anspruch. Ich bin sehr, sehr sauer auf mich selbst.» 

Routinier Romed Baumann schwenkte kurz vor dem Ziel bei einer Linkskurve ab. «Da war keine Kraft mehr da», räumte der 40-Jährige ein. «Ich hab es mir nicht zugetraut, da noch zu stehen.» Der Familienvater sagte, dass es wertvoller sei, gesund und unverletzt im Ziel zu stehen, als etwas zu riskieren. Auf eine Reporternachfrage, ob sich so womöglich ein Karriereende ankündigt, antwortete Baumann: «Das weiß ich nicht. Schauen wir mal…»

Luis Vogt – im Januar in Kitzbühel noch Achter – hatte im Training am Freitag eine starke Überdehnung des Kreuzbands erlitten und musste deshalb passen. Er verfolgte das Rennen auf Krücken im Zielbereich. Seine Saison ist vorbei.

Revanche beim Super-G am Sonntag?

Am Sonntag (11.15 Uhr) folgt in Garmisch-Partenkirchen ein Super-G. Dann will vor allem Jocher – der in der Disziplin in diesem Winter schon einmal Fünfter im Weltcup geworden war – sich für die Abfahrts-Niederlage revanchieren.

Quelle: dpa

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