Heim-Weltcup

Deutsche Biathletinnen Staffel-Dritte in Oberhof

10. Januar 2026 , 16:42 Uhr

Die deutschen Skijägerinnen geraten in der Staffel schnell ins Hintertreffen. Doch dann leitet Hettich-Walz die Verfolgungsjagd ein. Und am Ende wird gejubelt.

Die deutschen Biathletinnen haben sich beim Heim-Weltcup in Oberhof den zweiten Staffel-Podestplatz des Olympia-Winters gesichert. Selina Grotian, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Franziska Preuß kamen beim überlegenden Sieg von Weltmeister Frankreich auf Rang drei. Beim entscheidenden letzten Schießen zog Preuß im direkten Duell durch drei Nachlader gegen die fehlerfreie Norwegerin Maren Kirkeeide den Kürzeren. So schnappten sich die Skandinavierinnen Rang zwei. 

Nach einer Strafrunde von Grotian und insgesamt 13 Nachladern hatten die Schützlinge von Bundestrainer Kristian Mehringer am Ende 1:28,4 Minuten Rückstand auf den Olympia-Favoriten aus Frankreich. Norwegen lag 53,7 Sekunden zurück. Für die deutschen Frauen war es nach Platz drei in Hochfilzen das zweite Staffelpodium der Saison.

Rückstand zum Rennauftakt 

Vier Wochen vor dem Start der Winterspiele in Italien brachte Grotian mit einer Strafrunde im Stehendschießen ihr Team ins Hintertreffen. «Schon beim Anlauf habe ich mir gedacht, oh das könnte schwierig werden, meine Hände waren leider zwei Eisklötze», sagte Grotian in der ARD. Sie habe kein richtiges Gefühl in den Händen gehabt. «Gefühlt habe ich sie auch alle getroffen, aber leider ist keine umgefallen.»  

Grotian hatte beim Saisonauftakt Ende November in Östersund bei Platz elf schon zwei Strafrunden geschossen. Für die 21-Jährige ist es bisher eine schwere Saison. Wegen einer Corona-Infektion hatte sie die beiden Weltcups in Hochfilzen und Le Grand-Bornand verpasst. Bisher hat sie erst vier Rennen absolviert und muss um die Olympia-Qualifikation zittern. 

Aufholjagd von Hettich-Walz

Grotian übergab als Zehnte (+ 37,5 Sekunden) auf Tannheimer. Die 20-Jährige vermied liegend gerade so die nächste Strafrunde. Stehend brauchte sie zwei Nachlader. So ging Hettich-Walz mit einem Rückstand von 1:16,5 Minuten als Fünfte auf die Spitze ins Rennen. Und die 29-Jährige lieferte ab, brachte ihr Team auf Rang zwei nach vorn. 

Preuß hat das Nachsehen und freut sich doch

Weltcupgesamtsiegerin Preuß machte sich quasi zeitgleich mit Kirkeeide in den Schlussabschnitt. Und Deutschlands Sportlerin des Jahres überzeugte zunächst mit einem sehr schnellen Liegendschießen. Kirkeide holte den Rückstand von sieben Sekunden bis zum finalen Schießen aber auf und zog Preuß am Schießstand ab: Während die Norwegerin nur 20,6 Sekunden brauchte, dauerte es bei Preuß 50,3 Sekunden. Dennoch jubelte sie im Ziel mit ihren Teamkolleginnen. 

«Platz zwei war drin, deswegen ärgert mich ein bisschen das letzte Schießen. Rang drei ist trotzdem gut am Ende», sagte Preuß.

Der Weltcup endet am Sonntag mit der Männer-Staffel (11.00 Uhr/ARD und Eurosport) und dem Verfolger der Frauen (14.30 Uhr).

Quelle: dpa

 

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