Bei einem Treffen haben sich Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier und die Deutsche Bahn auf die nächsten Schritte verständigt. Im Herbst wird der aktuelle Planungsstand dem Stadtrat vorgestellt, im Frühjahr 2027 sollen die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren eingereicht werden. Baustart wäre dann nach derzeitigem Stand 2029.
„Wir wollen das Verfahren eng begleiten und dort, wo es möglich ist, gemeinsam Lösungen finden. Unser gemeinsames Ziel ist es, Planungssicherheit zu schaffen und den Ausbau ohne Verzögerungen voranzubringen“, so Niedermaier.
Neben dem Zeitplan standen auch die inhaltlichen Herausforderungen des Projekts auf der Agenda. Ein Schwerpunkt war die Gestaltung des Lärmschutzes im Welterbe. Hier müssen Antworten auf die Frage geben werden, wie die gesetzlichen Anforderungen an den Schallschutz erfüllt und gleichzeitig Lösungen entwickelt werden, die sich sensibel in das historische Stadtbild einfügen. Auch ein abgestimmtes, schlüssiges Sperrungs- und Umleitungskonzept ist dem Oberbürgermeister sehr wichtig, um die Belastungen für Bürger und Wirtschaft, soweit wie möglich, zu reduzieren.
Außerdem tauschten sich die Gesprächspartner über die Ausgestaltung des neuen S-Bahn-Haltepunkts Bamberg-Süd sowie über die weitere Bürgerkommunikation aus. Die Stadt wird hierfür alle Themen zusammenstellen, die aus ihrer Sicht im weiteren Verfahren besondere Bedeutung haben und sich auch hinsichtlich der Kommunikation eng mit der Deutschen Bahn abstimmen.
Hintergrund ist der geplante viergleisige Ausbau des Bahnknotens als Teil der ICE-Strecke Nürnberg–Berlin. Damit sollen Kapazität und Zuverlässigkeit steigen und der Fernverkehrshalt in Bamberg langfristig gesichert werden.