Parlament des Bundesstaats

Demokratin erobert Trumps Wahlkreis in Florida

25. März 2026 , 08:05 Uhr

Seit Jahren sind Donald Trumps Republikaner in Florida die dominierende Partei. Ausgerechnet im Wahlkreis des US-Präsidenten gibt es nun eine Überraschung.

Bei einer Abstimmung zum Parlament des Bundesstaats Florida hat sich in einem Wahlkreis, der auch US-Präsident Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago einschließt, überraschend eine Demokratin durchgesetzt. Emily Gregory (40) schlug übereinstimmenden Medienberichten zufolge den von Trump unterstützten republikanischen Kandidaten Jon Maples (43) in dem Wahlkreis rund um die Stadt Palm Beach. 

Der Vorsitzende der Demokraten auf Bundesebene, Ken Martin, schrieb auf X, die Niederlage der Republikaner in «Trumps Hinterhof» zeige, dass die Demokraten im ganzen Land gewinnen könnten. «Weiter im November!» schrieb er mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen zum Kongress. 

Dabei wollen die Republikaner ihre sehr knappen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und dem Senat verteidigen. Umfragen zufolge können sich die Demokraten Hoffnung machen, mindestens das Repräsentantenhaus zu gewinnen. Auch die jüngsten Abstimmungen für einzelne Ämter in verschiedenen Bundesstaaten waren für die Demokraten sehr gut gelaufen. 

Knapper Wahlsieg, aber deutlicher politischer Umschwung

Die Abstimmung in Trumps Wahlkreis über den Sitz im Parlament war nötig geworden, weil der vorige republikanische Amtsinhaber im August zurückgetreten war, um ein anderes Amt anzunehmen, wie die «New York Times» berichtete. 2024 hatte er den Wahlkreis demnach noch mit einem Vorsprung von 19 Prozentpunkten gewonnen. 

Die Demokratin Gregory gewann der «Washington Post» zufolge nun nach Auszählung fast aller Stimmen mit zwei Prozentpunkten Vorsprung. Auch der Sender CNN prognostizierte den Wahlsieg der Demokratin. 

Trump setzt auf Briefwahl – die er sonst eifrig kritisiert 

Auch Trump gab bei der Wahl US-Medien zufolge seine Stimme ab – und zwar per Briefwahl, obwohl sich der Republikaner regelmäßig gegen die Stimmabgabe per Post ausspricht. Häufig stellte er dabei auch einen Zusammenhang zwischen der Briefwahl und angeblichem Wahlbetrug her. 

Seine Sprecherin Karoline Leavitt wollte in seiner Abstimmung per Post trotzdem keinen Widerspruch erkennen. Sie erklärte CNN zufolge, der Präsident sei in Palm Beach zu Hause, lebe aber meistens im Weißen Haus in Washington. «Das ist keine Story», argumentierte sie.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

03.04.2026 US-Vizepräsident Vance trifft Orban kurz vor Wahl in Ungarn Wenige Tage vor der Parlamentswahl reist JD Vance nach Budapest. Welche Rolle spielt sein Treffen mit Orban für die politische Zukunft Ungarns? 24.03.2026 Für Frederiksen geht es um alles: Wahl in Dänemark gestartet Im Grönland-Konflikt hat die dänische Regierungschefin als Krisenmanagerin mit klarer Kante gepunktet. So will sie die Dänen bei der Parlamentswahl überzeugen. Reicht das für den Wahlsieg? 29.03.2026 «Faschisten im Weißen Haus» - Große US-Proteste gegen Trump Unter dem Motto «No Kings» - keine Könige - gingen am Wochenende zahlreiche Menschen gegen die Politik von US-Präsident Trump auf die Straße. Die Gründe dafür sind vielfältig. 28.03.2026 Duma-Abgeordnete in USA bekommen Trump-Socken als Geschenk Trotz Sanktionen im Zuge des russischen Angriffskrieges reisen Moskauer Abgeordnete in die USA. Von einem «historischen Besuch» ist im Kreml die Rede. Und es gibt auch Geschenke.