DB-Reisezentrum Forchheim bleibt geöffnet – Badum fordert langfristige Sicherheit für Reisende

02. Juli 2026 , 13:47 Uhr

Nach Berichten über die drohende Schließung des DB-Reisezentrums am Bahnhof Forchheim hat sich die Forchheimer Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (Grüne) direkt an die Deutsche Bahn gewandt. Das Ergebnis: Das Reisezentrum bleibt auch über das Jahresende hinaus geöffnet. Badum begrüßt dies als wichtiges Signal, mahnt aber zugleich eine dauerhafte Lösung an.

In ihrer Antwort auf die Anfrage von Badum bestätigt die Bahn, dass das Reisezentrum in Forchheim nun doch auch über das Jahresende hinaus geöffnet bleibt. Lisa Badum freut sich: „Das ist erstmal eine gute Nachricht für alle Menschen, die auf persönliche Beratung am Bahnhof angewiesen sind. Der gemeinsame Einsatz und die Petition der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft mit über 400 Unterschriften haben offensichtlich Wirkung gezeigt.“

Die Deutsche Bahn weist in ihrer Antwort jedoch auch darauf hin, dass die Nachfrage nach persönlicher Beratung seit 2019 um 57 Prozent zurückgegangen sei und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Standorts „weiterhin kritisch zu bewerten“ sei. Für die langfristige Ausrichtung verweist die Bahn auf die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) als zuständigen Besteller des Nahverkehrs in Bayern.

„Die Entwarnung gilt vorerst – aber eben nur vorerst“, stellt Badum darum klar. „Solange keine dauerhafte Zusage auf dem Tisch liegt, bleibt die Unsicherheit für Beschäftigte und Fahrgäste bestehen. Ich erwarte, dass die BEG und damit der Freistaat Bayern jetzt Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit der Deutschen Bahn eine verlässliche, langfristige Lösung für das Reisezentrum Forchheim erarbeiten“, so Badum.

Der Bahnhof Forchheim wird intensiv genutzt: An einem durchschnittlichen Schultag wurden zuletzt mehr als 9.300 Ein- und Ausstiege gezählt. Badum betont die Bedeutung für die Region: „Nicht alle Reisenden können oder wollen digitale Kanäle nutzen. Das Forchheimer Reisezentrum mit persönlicher Beratung ist das einzige seiner Art im ganzen Landkreis. Es braucht ein inklusives Mobilitätsangebot für alle und das darf nicht allein nach Renditegesichtspunkten bewertet werden.“

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