Fußball-WM

Das war die WM-Nacht: Schweiz gewinnt Elfer-Krimi

08. Juli 2026 , 03:00 Uhr

Die Schweiz wirft Kolumbien raus. Nun wartet Argentinien, in der Heimat des Weltmeisters gibt es ob des Achtelfinal-Dramas spontane Jubelfeiern. Und der FIFA-Boss hält die Flagge eines WM-Teams hoch.

Die Schweiz hat nach einem Elfmeter-Krimi Mitfavorit Kolumbien aus dem Turnier geworfen und darf erstmals seit 1954 wieder im Viertelfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft antreten. Das 4:3 (0:0, 0:0) im Elfmeterschießen beschert dem Team um Kapitän Granit Xhaka das heiß ersehnte Duell mit Lionel Messi und dessen Argentiniern. 

Das Spiel findet am Sonntag (3.00 Uhr/MESZ) in Kansas City statt. Argentinien geht aber als klarer Favorit in die Partie. Messi und Co. hatten zuvor ein 0:2 gegen Ägypten aufgeholt und mit 3:2 gewonnen.

FIFA-Präsident Infantino mit ägyptischer Flagge in den Händen

FIFA-Präsident Gianni Infantino posierte während des Achtelfinals zwischen der Schweiz und Kolumbien grinsend mit einer Ägypten-Fahne, die ihm zuvor gereicht worden war. Dazu reckte er den rechten Daumen nach oben. Infantino steht aktuell wegen des Falles Folarin Balogun in der Kritik. 

Der US-Topstürmer Balogun war gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz geflogen, die FIFA hob die Sperre aber auf. Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der FIFA um eine Überprüfung der Sperre gebeten. Infantino bestätigte das Gespräch mit Trump, dem er schon den umstrittenen FIFA-Friedenspreis ermöglichte, hob aber die Zuständigkeit der unabhängigen FIFA-Justizorgane hervor. Balogun stand in der Startelf, die USA verlor gegen Belgien trotzdem mit 1:4.

Spontane Jubelfeiern nach Argentiniens dramatischem Sieg

Die WM-Begeisterung nimmt in Argentinien jetzt richtig Fahrt auf. Nach dem dramatischen 3:2-Erfolg der Albiceleste im Achtelfinale gegen Ägypten kam es in Buenos Aires und anderen Städten zu spontanen Jubelszenen, die schon ein wenig an den WM-Triumph 2022 erinnerten. In der Hauptstadt versammelten sich mehrere Tausend Menschen rund um den Obelisken und feierten Lionel Messi und Co. Bis in die Abendstunden verwandelten sie die Teile der Innenstadt in eine Partyzone.

In der Provinzhauptstadt San Miguel de Tucumán im Nordwesten des südamerikanischen Landes kam es zu Zusammenstößen zwischen Teilnehmern der Siegesfeier und der Polizei, wie lokale Medien berichteten. Die Sicherheitskräfte setzen Gummigeschosse ein, um die Gegend zu räumen. Den Berichten zufolge wurden fünf Personen festgenommen, zwei Polizisten wurden verletzt. 

Rapper Haaland: DJ legt alten Song des Fußball-Stars neu auf

Jetzt feiern die Norweger nicht nur Erling Haalands Tore, sondern auch noch seine Töne. Der bekannte norwegische DJ und Musikproduzent Kygo hat in den sozialen Medien einen zehn Jahre alten Rap-Song des Fußball-Stars veröffentlicht. 2016 habe Haaland ein Lied namens «Kygo Jo» kreiert, erklärte der 34-Jährige bei Instagram. Er habe inzwischen einen Remix daraus gemacht und beschlossen, diesen zu veröffentlichen, sollte Norwegens Torjäger im WM-Achtelfinale gegen Brasilien treffen. Und Kygo hielt sein Versprechen.

Quelle: dpa

 

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