Fußball-Nationalmannschaft

Darum darf Nagelsmann keinen Feldspieler mehr nachnominieren

22. Juni 2026 , 06:48 Uhr

Schlotterbecks Verletzung könnte das deutsche Team hart treffen. Warum Nagelsmann jetzt keinen Feldspieler mehr nachholen darf und was das für die WM bedeutet.

Auch viele Stunden nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste lässt die Verkündung der Verletzungsdiagnose von Nico Schlotterbeck auf sich warten. Wie schwer die Blessur des Dortmunder Innenverteidigers am linken Fuß ist und welche Konsequenzen ihm für den weiteren WM-Weg drohen, wird dem Vernehmen nach heute im Laufe des Tages in Winston-Salem bekanntgegeben. 

Fest steht allerdings, dass Julian Nagelsmann keinen Ersatzmann in sein Aufgebot für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada berufen kann. Sollte Schlotterbeck für den Rest der WM aus Verletzungsgründen ausfallen, müsste der Bundestrainer mit dem vorhandenen Personal auskommen. Der Kader würde sich dann auf 22 Feldspieler und drei Torhüter reduzieren. 

FIFA-Regel bestimmt Nachnominierungen

Dies liegt an den FIFA-Regularien. Die besagen, dass verletzte Feldspieler nur bis 24 Stunden vor dem ersten eigenen Turnierspiel durch einen anderen Akteur ersetzt werden dürfen. Für die DFB-Elf lief die Frist also bereits am 13. Juni ab, einen Tag vor dem 7:1 gegen Curaçao. 

Nach dem Ausfall von Bayern-Profi Lennart Karl wegen einer Muskelblessur hatte Nagelmann am 5. Juni noch den Leipziger Assan Ouedraogo nachträglich in seinen Turnierkader nachholen können. 

Keine Anwendung findet die Regel auf die Torhüter. Bei einer Verletzung, die das Turnier-Aus bedeutet, kann ein Ersatzmann nominiert werden. Sollte einer aus dem Trio Manuel Neuer, Oliver Baumann und Alexander Nübel ausfallen, stünde Jonas Urbig schon bereit. Genau für diesen Fall hatte Nagelsmann den 22 Jahre alten Münchner als sogenannten Trainingstorwart mit nach Amerika genommen.

Quelle: dpa

 

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