Wintersport

Dämpfer vor Olympia: Hase/Volodin verpassen EM-Titel

15. Januar 2026 , 23:00 Uhr

Die Paarläufer Minerva Hase und Nikita Volodin patzen bei der EM und müssen sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Die Leistung ist auch ein Rückschlag auf dem Weg zu Olympia.

Das deutsche Top-Duo Minerva Hase und Nikita Volodin hat den Titel bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft im britischen Sheffield deutlich verpasst und damit wenige Wochen vor den Olympischen Spielen einen Rückschlag kassiert. Die beiden belegten nach einer enttäuschenden Kür mit einem Sturz beim Wurfrittberger sowie bei einer Hebung und insgesamt 203,87 Punkten nur den zweiten Platz.

Den Titel im Paarlaufen holten sich erstmals die Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (215,76 Punkte), die auch schon nach dem Kurzprogramm knapp vor Hase/Volodin in Führung gelegen hatten. «Noch ist alles offen», hatte Hase noch vor der Kür gesagt. Doch Hase/Volodin konnten wie schon im Kurzprogramm keine fehlerfreie Vorstellung abliefern. Im Gegenteil: Der knappe Rückstand wuchs in der Kür deutlich.

Den dritten Rang belegten Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko (202,56 Punkte) aus Ungarn. Das zweite deutsche Duo Annika Hocke/Robert Kunkel (188,27 Punkte) landete wie schon nach dem Kurzprogramm auf einem guten vierten Platz.

Traum vom Olympiasieg

Auch wenn sich Hase/Volodin in Sheffield mit Silber zufriedengeben mussten, zählen sie bei Olympia in Italien in einem Monat zu den Medaillenanwärtern. Die beiden 26-Jährigen träumen von Gold beim Saisonhöhepunkt.

Um sich diesen Traum zu erfüllen, benötigen Hase/Volodin im Gegensatz zur EM sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür zwei fehlerfreie Vorstellungen. Neben den Georgiern Metelkina/Berulawa zählen die Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan und die Italiener Sara Conti/Niccolò Macii zu den größten Konkurrenten. Wegen einer Verletzung Contis fehlte das Paar bei der EM.

Gartung zittert sich ins Kürfinale

Wenige Stunden vor der Silbermedaille für Hase/Volodin hatte sich Genrikh Gartung in der Männerkonkurrenz nach einer Zitterpartie im Kurzprogramm für die Kür am Samstag (ab 14.00 Uhr) qualifiziert.

Der 18-Jährige belegte auch wegen eines Sturzes beim dreifachen Axel mit 64,45 Punkten den 24. Rang und damit den letzten Finalplatz. «Es war sehr schwer. Der Axel hat mich rausgebracht», sagte Gartung. In Führung liegt nach dem Kurzprogramm Nika Egadse aus Georgien mit 91,28 Zählern.

Am Freitag steigt dann auch das deutsche Eistanz-Duo Charise Matthaei/Max Liebers in die EM ein. Das Paar war für Jennifer Janse van Rensburg und den an einem Infekt erkrankten Benjamin Steffan nachgerückt. Eine deutsche Einzelstarterin nimmt erstmals seit mehr als 70 Jahren nicht an der EM teil.

Quelle: dpa

 

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