Rentenreform

CDU-Politiker: «Rente mit 63» so früh wie möglich abschaffen

27. Juni 2026 , 00:00 Uhr

Die Rentenkommission will die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren streichen - doch wann soll das greifen? Ein beteiligter CDU-Politiker meint: Fünf Jahre Übergangsfrist wären zu lang.

Der CDU-Politiker Pascal Reddig fordert eine schnelle Abschaffung der sogenannten Rente mit 63. «Wenn wir eine Trendwende schaffen wollen, müssen wir uns beeilen und nicht erst noch alle geburtenstarken Jahrgänge abschlagsfrei vorzeitig in Rente gehen lassen», sagte Reddig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Deswegen sollte die Abschaffung so früh wie möglich greifen. Eine Übergangsfrist von fünf Jahren wäre zu lang.»

Er räumte aber ein, es brauche auf jeden Fall Vertrauensschutzregeln. «Wer sich etwa darauf eingestellt hat, im nächsten Jahr frühzeitig abschlagsfrei in Rente zu gehen, für den wird das sicher noch möglich sein. Aber viel länger können wir das nicht mehr zulassen.»

Reddig war Mitglied der Rentenkommission, die der Regierung am Dienstag 33 Empfehlungen für einen tiefgreifenden Umbau der Altersvorsorge vorgelegt hatte. Er ist Vorsitzender der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion – zu ihr zählen 18 Abgeordnete, die zu Beginn der Legislaturperiode höchstens 35 Jahre alt waren.

Kommissionsbericht lässt Umsetzungsfrist offen

Der Kommissionsbericht sieht unter anderem vor, den vorzeitigen Renteneintritt ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Dieser ist als «Rente mit 63» bekannt, wobei er faktisch heute erst ab 64,5 Jahren möglich ist. Im Bericht ist die Rede davon, dass die Abschaffung «unter Berücksichtigung des verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutzes» zum frühestmöglichen Zeitpunkt geschehen solle. Konkretisiert wird dies nicht.

Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) hatten angekündigt, das von der Kommission vorgeschlagene Maßnahmenbündel zügig und vollständig umzusetzen.

Quelle: dpa

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