In Bamberg beteiligen sich morgen zahlreiche Beschäftigte am bayernweiten Campus-Streiktag der Gewerkschaft ver.di. Mit Warnstreiks und Aktionen wollen sie auf ihre Arbeitsbedingungen und die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder aufmerksam machen.
Beteiligt sind unter anderem die Universität Bamberg, das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe, das Studierendenwerk Würzburg am Standort Bamberg sowie die studentische Kinderkrippe „Krabbelmonster“. Darüber hinaus schließen sich Beschäftigte des Staatlichen Bauamts Bamberg, des Bayernhafens Bamberg, des Landesamts für Denkmalpflege in Schloss Seehof sowie erstmals auch der Bayerischen Schlösserverwaltung Bamberg, der Hochschule Coburg und des Staatsbetriebs Immobilien Freistaat Bayern aus der Regionalvertretung Oberfranken an.
ver.di macht auf eine seit Jahren steigende Arbeitsbelastung aufmerksam. „Die Beschäftigten an den Hochschulen tragen die steigenden Anforderungen mit immer weniger Personal und immer mehr Druck“, sagt Marco Depietri, ver.di-Mitglied und Personalratsvorsitzender an der Universität Bamberg. Auch ver.di-Gewerkschaftssekretär Moritz Faude betont, dass Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst langfristig Bildung, Forschung und soziale Infrastruktur gefährden.
In der aktuellen Tarifrunde fordert ver.di eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr erhalten und nach der Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem setzt sich die Gewerkschaft für einen Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte ein.
Mit dem Campus-Streiktag wollen die Beschäftigten deutlich machen, dass Bildung und Wissenschaft keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die Zukunft sind – auch und gerade in Bamberg.
Verdi lädt morgen um 9.30 Uhr zu einer zentralen Kundgebung am Gabelmann in Bamberg ein. Um 10:15 Uhr laufen die Streikenden in einem Demozug durch die Innenstadt.