Brose will Stellen abbauen - weltweit. Entscheidung für oder gegen Würzburg im Sommer

03. April 2025 , 16:13 Uhr

Es rumort weiter beim Bamberg-Coburger Autozulieferer Brose. Weltweit möchte das Unternehmen 1100 Stellen streichen. Das soll vorwiegend über freiwillige Austritte und Altersteilzeit erfolgen, heißt es aktuell gegenüber der SZ von Seiten der Geschäftsführung.

Sie räumt auch Managementfehler in der Vergangenheit ein. So habe man in den Bereichen Entwicklung und Verwaltung zu sehr auf Wachstum gesetzt. Man müsse schlanker werden. Für Deutschland hatte Brose bereits einen Abbau von 700 Stellen angekündigt. In Bayern sollen an den Standorten Coburg und Bamberg/Hallstadt jeweils 200 Stellen wegfallen, in Würzburg etwa 120. Bis zum Sommer solle zudem entschieden werden, ob das Werk in Würzburg geschlossen wird. Die dortige Produktion erwirtschafte ein nur niedriges positives Ergebnis.

Für 2024 erwartet Brose laut früheren Angaben einen Verlust von 53 Millionen Euro.

 

 

Hier weitere Infos. Quelle: dpa:

 

Der Autozulieferer Brose rechnet mit Verlusten und will vor allem beim Personal kürzen. Als Grund nennt Geschäftsführer Krug auch Fehler des Managements.

Coburg (dpa/lby) – Der Autozulieferer Brose will in diesem Jahr weltweit 1100 Stellen streichen. «Wir versuchen, das vorwiegend über freiwillige Austritte und Altersteilzeit zu regeln», sagte Stefan Krug, Vorsitzender der Geschäftsführung, der «Süddeutschen Zeitung».

Als Grund für den geplanten Stellenabbau nannte Krug stagnierende Umsätze – und auch Managementfehler der Vergangenheit. Brose habe seine Investitionen über Jahre in den Bereichen Entwicklung und Verwaltung auf Wachstum ausgelegt, was letztendlich nicht eingetreten sei. «Wir haben Speck angesetzt», sagte Krug. Nun müsse das Unternehmen wieder schlanker werden und Muskeln aufbauen.

Werksschließung in Würzburg noch offen

Für Deutschland hatte Brose bereits einen Abbau von 700 Stellen angekündigt. In Bayern sollen laut Krug an den Standorten Coburg und Bamberg/Hallstadt jeweils 200 Stellen wegfallen, in Würzburg etwa 120. Bis zum Sommer solle zudem entschieden werden, ob das Werk in Würzburg geschlossen wird. Die dortige Produktion erwirtschafte ein nur niedriges positives Ergebnis, begründete Krug die Überlegungen. «Das beinhaltet aber nicht die Kosten des kompletten Standortes. Der schreibt Verluste.»

Für 2024 erwartet Brose laut früheren Angaben einen Verlust von 53 Millionen Euro. Vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen zudem bekanntgegeben, dass es sein Geschäft mit E-Bike-Motoren an Yamaha verkauft, um sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Dazu zählt vor allem die Produktion von Sitzen, Türen und mechatronischen Komponenten für Autos. Nach eigenen Angaben hat Brose 32.000 Beschäftigte in 24 Ländern weltweit. Der Umsatz der Gruppe lag 2023 demnach bei 7,9 Milliarden Euro.

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