Flammeninferno

Britin nach Waldbrand in Spanien im Krankenhaus gestorben

13. Juli 2026 , 10:58 Uhr

Nach dem schweren Waldbrand im Süden Spaniens wird die Ausbreitung der Flammen gestoppt. Inzwischen gibt es 13 Tote.

Die Zahl der Todesopfer des verheerenden Waldbrandes im Süden Spaniens hat sich auf 13 erhöht. Eine 93 Jahre alte Britin mit mehreren Vorerkrankungen sei im Krankenhaus ihren Brandverletzungen erlegen, teilte die Regierung der betroffenen Region Andalusien mit. Die Frau habe in der Gemeinde Los Gallardos rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería gewohnt. Dort war das Feuer am Donnerstagnachmittag ausgebrochen. Als Ursache des Brandes wird eine defekte Stromleitung vermutet.

Rund 7.000 Hektar Wald- und Buschfläche wurden zerstört. Seit der Nacht zum Sonntag breiten sich die Flammen nicht mehr aus. Die Lage sei stabilisiert worden, teilten die Behörden mit. Die Löscharbeiten gehen derweil weiter. Sie werden durch schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt. Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte das Brandgebiet am Montag besuchen.

Dank der positiven Entwicklung konnten inzwischen alle circa 1.600 Menschen, die zuvor evakuiert worden waren, in ihre Häuser zurückkehren. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern wurde eingestellt. Zuvor hatten Einsatzkräfte das Brandgebiet durchkämmt sowie abgelegene Häuser und Zufahrtswege überprüft. Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen lag zuletzt bei acht.

Identifizierung von zwölf Todesopfern dauert

In der Nacht zum Freitag waren in dem auch bei ausländischen Touristen beliebten Gebiet unweit mehrerer Mittelmeerstrände mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die meisten wurden von den Flammen eingeschlossen, als sie in einem Fahrzeug oder zu Fuß zu fliehen versuchten. Acht wurden verletzt. Sieben lagen zu Wochenbeginn noch im Krankenhaus.

Aufgrund verschiedener Indizien gehen die Behörden davon aus, dass unter den Toten mehrere Briten und Belgier sind. Eine Identifizierung steht aber noch aus, unter anderem weil Angehörige, deren DNA-Proben zum Abgleich benötigt werden, noch auf dem Weg nach Spanien sind, wie es hieß.

Quelle: dpa

 

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