Am Mittwochabend ist in Eberau, einem Gemeindeteil des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg, eine etwa 150 Pfund schwere Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Die Folge: vor der Entschärfung wurden ein Sperrradius eingerichtet und etwa 100 Menschen aus dem betroffenen Bereich am Ortseingang evakuiert. Das dürfte allerdings nicht das letzte Mal gewesen sein, dass das passiert, sagt Jürgen Gillich, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ebrach. Es sei bekannt, dass über dem Gebiet einige Bomben abgeworfen wurden:
„Jetzt wissen wir ja, was wir machen müssen. Wir wissen also gleich, welche Kräfte wir wann brauchen, wo wir Anlaufstellen haben, wo wir die Leute unterbringen können. Ansonsten war es mal ein Einsatz der besonderen Art, nenne ich es mal, so was ist nicht alltäglich. Ich denke trotzdem ist es sehr gut gelaufen. Es gibt immer ein paar kleine Punkte, die vielleicht noch mal korrigiert werden müssen. Beim nächsten Mal wissen wir es besser.“
Die Bombe wurde bei Sondierungsarbeiten für den Bau einer Wasserleitung gefunden.
Privatpersonen müssen sich aber keine Sorgen machen, sagt Daniel Vinzens 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Ebrach:
„Das ist so ein bestimmter Bereich entlang der B-22 bei Eberau, der eben ins Visier genommen wurde während des Zweiten Weltkriegs. Also auf Privatgelände ist es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass da was gefunden werden kann.“
Für den aktuell betroffenen Bereich war die Möglichkeit allerdings gegeben und deshalb habe man auch vor Leitungsbau eine Spezialfirma für die Geländesondierung engagiert, so Vinzens weiter.