Bundesweite Aktion

Blitzmarathon - Was Autofahrer in Bayern wissen müssen

12. April 2026 , 05:15 Uhr

Fuß vom Gas: Auf Bayerns Straßen gibt es am Mittwoch verstärkte Tempokontrollen. Das Innenministerium verrät, wo die Blitzer stehen.

Temposünder haben am Mittwoch (15. April) in Bayern ein erhöhtes Risiko, ein Schwarz-Weiß-Porträt von sich samt Zahlungsaufforderung zugeschickt zu bekommen. Denn: Es ist wieder Blitzmarathon. 

Mit der 24-stündigen Aktion beteiligt sich der Freistaat an der deutschlandweiten Blitzerwoche. Anders als in anderen Bundesländern hat das bayerische Innenministerium eine Liste mit Standorten veröffentlicht. Ein Überblick mit den wichtigsten Informationen.

Was ist der Blitzmarathon?

In Bayern beginnt die Verkehrssicherheitsaktion laut Ministerium am 15. April um 06.00 Uhr und endet am 16. April um 06.00 Uhr. Etwa 2.000 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung sind im Einsatz. Der Blitzmarathon ist Teil der vom Netzwerk der Verkehrspolizei in Europa (Roadpol) initiierten «Speedweek». 

Was ist Ziel der Aktion?

Rasen ist laut Ministerium eine der Hauptunfallursachen in Bayern. Zu hohes und nicht angepasstes Tempo war demnach im Jahr 2025 Ursache für mehr als ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle (2025: 26,4 Prozent; 2024: 28 Prozent). 

Mit dem Blitzmarathon sollen die Verkehrsteilnehmer für die Gefahren hoher Geschwindigkeiten sensibilisiert und zur Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit animiert werden.

«Im Straßenverkehr entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod», sagt Innenstaatssekretär Sandro Kirchner. Und das Polizeipräsidium Schwaben-Nord in Augsburg unterstreicht: Es gehe nicht darum, zahlreiche Autofahrer zur Kasse zu bitten.

Wo wird geblitzt?

Ob in Coburg oder München, ob im Bayerischen Wald, in Augsburg oder im Berchtesgadener Land: Auf Bayern verteilt sind am Mittwoch rund 1.570 Messstellen vorgesehen: auf Autobahnen, auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen sowie innerorts. 

Im Fokus sind auch unfallträchtige Streckenabschnitte oder Gebiete mit besonderer Gefährdungslage wie vor Schulen, Altenheimen, an Krankenhäusern oder Baustellen.

Einen Vorteil verglichen mit Autofahrern in den meisten anderen Bundesländern haben die Menschen in Bayern, denn das Innenministerium verrät im Internet, wo geblitzt wird. Eine Liste sowie eine interaktive Karte mit den Blitzer-Standorten gibt es hier: Blitzmarathon in Bayern 2026 

Welche Bußgelder drohen?

Bei Tempoverstößen müssen Autofahrer mit teils erheblichen Bußgeldern rechnen. Wie teuer es wird, hängt davon ab, wo und mit wie viel Stundenkilometern zu viel jemand geblitzt wurde.

Innerorts drohen nach ADAC-Angaben bei bis zu 10 km/h zu viel 30 Euro, außerorts 20 Euro. Innerorts 26 bis 30 km/h zu viel können 180 Euro, einen Punkt plus unter Umständen einen Monat Fahrverbot bedeuten. 

Wer außerorts beispielsweise 41 bis 50 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit 320 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. Wenn wegen der Überschreitung der Geschwindigkeit Menschen gefährdet wurden, drohen auch strafrechtliche Konsequenzen.

Quelle: dpa

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