Kleiner See

Blaualgen in Bodensee-Seitenarm nachgewiesen

15. Juli 2026 , 12:16 Uhr

Im Kleinen See in Lindau wurden Blaualgen nachgewiesen. Das Gesundheitsamt rät vom Baden ab. Offizielle Badestellen am bayerischen Bodenseeufer gelten laut aktuellen Proben als unbedenklich.

In einem Seitenarm des Bodensees in Lindau sind Blaualgen nachgewiesen worden. Die Auswertung von Wasserproben habe bestätigt, dass die grün-braunen Schleimklumpen auf der Wasseroberfläche aus benthischen Cyanobakterien der Gattung Oscillatoriales bestehen, teilte das Landratsamt Lindau mit. Das Gesundheitsamt rät deshalb weiterhin davon ab, im Kleinen See zu baden. Zuvor hatten «Südkurier» und SWR darüber berichtet. 

Die umgangssprachlich auch als Blaualgen bezeichneten Cyanobakterien können Giftstoffe bilden. Beim Menschen können sie Hautreizungen oder nach dem Verschlucken von Wasser Durchfall auslösen. Für Hunde können die Toxine stark gesundheitsgefährdend sein. Das Landratsamt empfiehlt deshalb, Hunde vom Kleinen See fernzuhalten.

Begünstigt wird das Wachstum der Cyanobakterien nach Angaben des Gesundheitsamts durch die derzeit hohen Wassertemperaturen und den hohen Nährstoffgehalt des Wassers. Die Bakterien wachsen normalerweise auf Steinen und Wasserpflanzen am Gewässergrund. Durch die Hitze können sich die schleimigen Beläge lösen und an die Wasseroberfläche treiben.

Entwarnung für offizielle Badestellen

Die Situation werde weiter beobachtet. Sollte die Konzentration der Blaualgen deutlich zunehmen, könnten weitere Maßnahmen erforderlich werden, teilte das Landratsamt mit. Der Kleine See liegt zwischen der Lindauer Insel und dem Festland.

Entwarnung gibt es dagegen für die offiziellen Badestellen am bayerischen Bodenseeufer wie Nonnenhorn oder Wasserburg. Dort seien bei den jüngsten Untersuchungen keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Die Proben seien unbedenklich, teilte das Landratsamt mit. Badegäste sollten dennoch Bereiche mit grün-braunen Schleimklumpen oder auffälligen Belägen meiden.

Quelle: dpa

 

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