Weihnachtspredigt

Bischof Bätzing warnt vor neuem Nationalismus

25. Dezember 2025 , 10:00 Uhr

Abschottung mache in der heutigen vernetzten Welt keinen Sinn, sagt der Limburger Bischof Bätzing. Und bekennt, dass ihn gerade die Weihnachtsbotschaft immer schon besonders vom Glauben überzeugt hat.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat in seiner Weihnachtspredigt vor Nationalismus gewarnt. In der heutigen Welt, in der alles mit allem zusammenhänge, könne man sich nicht abschotten, sagte der katholische Geistliche nach vorab verbreitetem Redetext im Limburger Dom. «Wohin führt denn am Ende der neue egoistische Nationalismus mit seiner Parole des „Wir zuerst“?» 

Die Weihnachtsbotschaft von einem Gott als wehrlosem Kind sei eine «echte Alternative zu den Muskelspielen der Mächtigen», sagte Bätzing. «Ich gebe zu, dieser Gedanke hat mich persönlich schon immer fasziniert und mich überzeugt zu glauben», bekannte der 64-Jährige. «Der Gott, zu dem sich Christinnen und Christen bekennen, ist so frei, sich aller göttlichen Macht zu entäußern.» An Weihnachten gedenken Christen der Geburt von Jesus Christus, in dem nach ihrem Glauben Gott selbst als einfacher Mensch auf die Erde gekommen ist.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

19.01.2026 Bischofskonferenz: Bätzing tritt nicht zur Wiederwahl an Georg Bätzing war in den vergangenen sechs Jahren das Gesicht der katholischen Kirche in Deutschland. Mit seinem entschiedenen Reformkurs machte er sich aber auch Gegner - nun tritt er nicht mehr an. 19.01.2026 Mit «Rückenwind» nach London: BVB-Glanz in der Königsklasse? Für den direkten Achtelfinaleinzug braucht Dortmund auswärts gegen Tottenham wohl einen Sieg. Die Champions League ist nicht nur finanziell wichtig. Der Gegner ist angeschlagen. 19.01.2026 RTL kündigt die nächste Raab-Show an - nun mit Schöneberger RTL setzt weiter auf «König Lustig»: Gemeinsam mit Barbara Schöneberger startet Stefan Raab im Frühjahr eine neue Samstagabend-Show. 19.01.2026 Herbst zur Debattenkultur: «Lasst die kurze Lunte zu Hause» Christoph Maria Herbst plädiert für mehr Gelassenheit in Diskussionen. Warum sich der Schauspieler nach «erfrischenden Grautönen» sehnt - auch in der Wurst-Debatte.