Film

Anderson bis Tatum: Diese Filmstars zeigt die Berlinale

20. Januar 2026 , 14:31 Uhr

Drei Wochen vor Festivalbeginn steht das Programm: Die Berlinale zeigt im Wettbewerb Filme mit Elle Fanning, Pamela Anderson und Sandra Hüller. Noch ist eine nicht ganz unwichtige Frage offen.

Die Berlinale holt ein wenig Hollywood nach Berlin. Filmstars wie Elle Fanning, Pamela Anderson und Channing Tatum sollen auf der Leinwand zu sehen sein. Im Wettbewerb gehen 22 Produktionen ins Rennen um den Goldenen Bären, wie Festivalchefin Tricia Tuttle in Berlin sagte. Angekündigt sind auch Filme mit US-Star Amy Adams und Schauspielerin Sandra Hüller.

Drei deutsche Regisseure sind im Wettbewerb dabei – Ilker Çatak («Gelbe Briefe»), Angela Schanelec («Meine Frau weint») und Eva Trobisch («Etwas ganz Besonderes»). Die Berlinale – neben Cannes und Venedig eines der großen Filmfestivals – wird am 12. Februar eröffnet.

Kommt Pamela Anderson nach Berlin?

Noch ist unklar, welche Filmstars dann auch nach Deutschland kommen. Meist bringen die Filmteams ihre Stars aber mit in die deutsche Hauptstadt, die zugegebenermaßen dann deutlich niedrigere Temperaturen aushalten müssen als im südfranzösischen Cannes im Mai.

Nach Meinung Tuttles kann allerdings auch das Kino als Kunstform wärmen. «Wir befinden uns in einem Kampf um diese Kunstform, die wir so lieben», sagte die US-Amerikanerin, die zum zweiten Mal durch die Berlinale führt. Es gehe etwa darum, unabhängige Kinos und Verleiher zu unterstützen. Mit günstigeren Tickets will die Berlinale auch mehr junge Leute anziehen.

Im Wettbewerb läuft etwa «Rosebush Pruning» des brasilianischen Regisseurs Karim Aïnouz, in dem neben Fanning und Anderson auch Callum Turner und die Enkelin von Elvis Presley, Riley Keough, mitspielen. Schauspielerin Hüller wird in «Rose» von Markus Schleinzer zu sehen sein. Adams spielt im Film «At the Sea» von Kornél Mundruczó mit, Tatum in «Josephine» von Beth de Araújo.

Die Berlinale setzt in diesem Jahr auch beim Eröffnungsfilm eher auf Arthousekino. Zum Auftakt zeigt das Festival die romantische Komödie «No Good Men» über eine Kamerafrau in Afghanistan, darin soll es auch um die Lage der Frauen im Land gehen. Mehr Politik als Hollywood.

Dieser Star könnte für viel Trubel sorgen

Einige bekannte Gäste sind in Nebenreihen angekündigt – zum Beispiel Ethan Hawke und Russell Crowe im Film «The Weight», der als Special Gala läuft. Für Fantrubel dürfte auch Popstar Charli xcx («Brat») sorgen.

Die britische Musikerin spielt in «The Moment» mit. Der Film ist laut Ankündigung eine Mockumentary, feministische Selbstermächtigung und ein ironischer Meta-Kommentar auf das Musikgeschäft zugleich. Neben Alexander Skarsgård ist auch Unternehmerin Kylie Jenner in dem Film zu sehen.

Spekuliert wurde, ob auch Jenners Partner – Hollywoodstar Timothée Chalamet – wieder nach Berlin kommen wird, nachdem er dort 2025 schon das Biopic «Like A Complete Unknown» über Musik-Legende Bob Dylan präsentiert hatte. 

Sein neuer Film, die Abenteuerkomödie «Marty Supreme» über einen ambitionierten Tischtennisspieler, hätte vom Zeitpunkt her gut in den Rahmen der Berlinale gepasst: Er startet kurz nach Festivalende in den deutschen Kinos. Angekündigt wurde der Film jedoch nicht.

Wer noch erwartet wird

Erwartet wird auch Schauspielerin Amanda Seyfried mit dem Musicalfilm «The Testament of Ann Lee». Der «The Last of Us»-Star Bella Ramsey und Neil Patrick Harris («How I Met Your Mother») spielen im Coming-of-Age-Film «Sunny Dancer» mit. Auch auf der Gästeliste: Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert, die mit Lars Eidinger in «Die Blutgräfin» von Ulrike Ottinger zu sehen ist.

Regisseur Wim Wenders («Paris, Texas») leitet in diesem Jahr die Internationale Jury. Schauspielerin Michelle Yeoh («Wicked», «Everything Everywhere All at Once») erhält den Goldenen Ehrenbären. Komponist Max Richter wird mit der Berlinale Kamera geehrt. Die Laudatio soll Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao halten, mit der Richter an ihrem neuen Drama «Hamnet» zusammengearbeitet hat.

Quelle: dpa

 

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