Kommunalwahl

Bayerns einzige grüne Landrätin in Landsberg am Lech

22. März 2026 , 20:20 Uhr

Knappes Rennen, großer Umbruch: Die CSU verliert in Landsberg gegen Daniela Groß. Welche Ziele die neue Landrätin verfolgt und was das Ergebnis für die Grünen bedeutet.

Bayerns einzige grüne Landrätin regiert künftig im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech. Die Grünen-Politikerin Daniela Groß setzte sich in der Stichwahl gegen den Amtsinhaber Thomas Eichinger (CSU) durch.

Groß erzielte nach dem vorläufigen Ergebnis 61,5 Prozent der Stimmen – Eichinger landete bei 38,5 Prozent. Die beiden hatten im ersten Durchgang bei der Kommunalwahl nach dem vorläufigen Endergebnis mit 40,4 Prozent für Eichinger und 39,7 Prozent für Groß fast gleichauf gelegen. Eichinger hatte damit allerdings gegenüber der Wahl 2020 rund 18 Prozentpunkte verloren. 

Junge Mutter – und nun Landrätin 

Die 36-jährige Groß ist Diplom-Verwaltungswirtin und war nach eigenen Angaben in verschiedenen Stadt- und Landesbehörden beschäftigt, unter anderem in der Stadt Landsberg, im Landratsamt München und im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz. Die gebürtige Landsbergerin und Mutter zweier kleiner Töchter will sich vor allem für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen einsetzen.

In einigen anderen Landkreisen, in denen ebenfalls CSU-Amtsinhaber gegen grüne Kandidatinnen angetreten waren, obsiegen nach bisherigen Auszählungen die CSU-Kandidaten. 

Im Landkreis München liegt der amtierende Christoph Göbel nach Auszählung fast aller Gebiete mit über 60 Prozent vor seiner grünen Herausforderin Marion Seitz. Im Landkreis Fürstenfeldbruck gewann der CSU-Landrat Thomas Karmasin, der seit 30 Jahren ununterbrochen dort im Amt ist. Er kam nach dem vorläufigen Endergebnis auf 56,5 Prozent, seine grüne Herausforderin Ronja Wurmb-Seibel unterlag.

Der zuletzt einzige grüne Landrat im unterfränkischen Landkreis Miltenberg, Jens Marco Scherf, trat nicht mehr an. Der Landkreis wird künftig vom CSU-Politiker Björn Bartels geführt.

Quelle: dpa

 

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