Kaum geliefert, schon im Einsatz: Erst am Montag wurden die neuen Kreisregner vom Hersteller an die Ständige Wache der Feuerwehr Bamberg gebracht, am Mittwochvormittag erfolgte die Eingangskontrolle – und nur wenige Stunden später erreichte die Stadtverwaltung die Anforderung der Regierung von Oberfranken: Die Spezialgeräte werden dringend zur Bekämpfung des großflächigen Waldbrandes im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern benötigt.
Bereits am Donnerstag brachte die Feuerwehr Bamberg 22 der insgesamt 40 neu beschafften Kreisregner zur Feuerwehr Bayreuth. Dort wurden sie mit weiteren Geräten aus den Landkreisen Bayreuth, Kronach und Lichtenfels zusammengeführt. Insgesamt entsendet Oberfranken 72 mobile Beregnungsgeräte zur Unterstützung der Löscharbeiten in Ostdeutschland. Gemeinsam mit einem bayerischen Fähigkeitsmodul aus 36 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen wurden sie in das rund 500 Kilometer entfernte Schadensgebiet transportiert. Die Kreisregner dienen dazu, gefährdete Bereiche zu beregnen und den Brandherd abzugrenzen – eine entscheidende Maßnahme in munitionsbelasteten Gebieten, die von Einsatzkräften nicht betreten werden können.
Die Beschaffung der Kreisregner erfolgte durch das Amt für Brand- und Katastrophenschutz in enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg und dem städtischen Forstamt. Sie ist Teil eines Konzepts zur Waldbrandbekämpfung in den städtischen Wäldern. Auch der Landkreis hat 40 Geräte angeschafft.
„Dass die Kreisregner unmittelbar nach ihrer Lieferung bereits bei einem überregionalen Großeinsatz benötigt werden, zeigt eindrucksvoll, wie vorausschauend und bedarfsorientiert diese Beschaffung war“, sagt Christian Seitz, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz. Zugleich freue es ihn, dass Bamberg mit seiner Ausstattung einen wichtigen Beitrag zur bundesweiten Hilfeleistung leisten könne. „Das System des Katastrophenschutzes basiert auf der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung durch weniger betroffenen Regionen und Städte.“
Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark breitet sich seit mehreren Tagen aus und hat inzwischen eine Fläche von rund 270 Hektar erfasst. Die Löscharbeiten werden durch die Munitionsbelastung des Geländes erheblich erschwert. Der Einsatz der bayerischen Kräfte ist zunächst bis Sonntag, 19. Juli, vorgesehen.