Die Aufklärung der Boni-Affäre ist weiter Thema im politischen Bamberg. Heute hat sich auch die CSU-Oberbürgermeisterkandidatin Melanie Huml in einem Statement in den sozialen Medien zu Wort gemeldet. Für sie sei die Affäre ein schwerer Vertrauensbruch, der bis heute nachwirke. Da sie kein Mitglied des aktuellen Stadtrates sei, kenne sie zur Rathaus-Boni-Affäre nur die Medienberichterstattung, aber keine Interna. Sie halte es für entscheidend, die Affäre komplett und lückenlos aufzuklären. Das schließe auch eine transparente Bewertung der bisherigen Aufarbeitung mit ein. An diesem Punkt schwenkt Huml in den Wahlkampf über: Als Oberbürgermeisterin würde sie diesen Prozess steuern. Zudem sei es von Vorteil, dass sie mit einem unbelasteten Blick von außen auf den gesamten Vorgang transparent machen und bewerten könne. Ihr Ziel sei es, das Vertrauen der Menschen in die Stadtverwaltung zurückzugewinnen und zu verhindern, dass sich solche Vorgänge nicht wiederholten. Entscheidungen müssten transparent, nachvollziehbar und fair getroffen werden. Dazu gehöre auch, dass Führungspositionen grundsätzlich offen ausgeschrieben würden. Besonders wichtig sei ihr zu betonen, dass in der Stadtverwaltung viele engagierte und motivierte Menschen arbeiteten, so Huml. Man dürfe nicht zulassen, dass durch diese Debatte pauschales Misstrauen auf die ganze Verwaltung falle. Auf die Attacke des CSU-Kreisvorsitzenden Gerhard Seitz gegenüber des Zweiten Bürgermeisters Jonas Glüsenkamp geht Huml indes nicht ein. Seitz hatte den Grünen-Politiker Glüsenkamp, der maßgeblich an der Aufarbeitung der Affäre beteiligt ist, schwere Fehler vorgeworfen. So habe Glüsenkamp 180.000 Euro für ein Gerichtsgutachten bewilligt, das nicht Stand gehalten habe. Glüsenkamp hatte den Darstellungen vehement widersprochen und dabei auch Zuspruch der CSU-Fraktion im Bamberger Stadtrat bekommen.