Die Erlanger Bergkirchweih und das Heilig-Blut-Fest in Burgwindheim im Landkreis Bamberg gehören jetzt zum Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Das hat Heimatminister Albert Füracker gestern bei der Urkundenübergabe in Nürnberg bekannt gegeben. Mit der Auszeichnung werden lebendige Traditionen gewürdigt, die über Generationen weitergegeben werden. Insgesamt wurden 21 Bräuche und Kulturformen neu in das Verzeichnis aufgenommen.
Seit 2003 stellt die UNESCO immaterielle kulturelle Ausdrucksformen in den Fokus der Öffentlichkeit. Überall auf der Welt sollen überliefertes Wissen und Können, das einen wesentlichen Bestandteil unserer Alltagskulturen ausmacht, als immaterielles Kulturerbe sichtbar gemacht sowie Maßnahmen unterstützt werden, die zur Erhaltung und Weiterentwicklung geeignet sind. Bis heute sind 185 Staaten dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beigetreten. Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat. Neben dem Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes gibt es in Bayern ein eigenes Landesverzeichnis, das nun 103 Eintragungen enthält. Die nächste Bewerbungsrunde startet voraussichtlich im April 2028. Informationen zum bundesweit einheitlichen Bewerbungsverfahren finden sich im Internet unter www.ike.bayern.de . Interessierte und Antragsteller können sich bei der Beratungs- und Forschungsstelle Immaterielles Kulturerbe Bayern informieren und beraten lassen (ike@volkskunde.badw.de , Tel.: 089 23031-1356).