Aus alten Versickerungsanlagen werden neue Lebensräume für seltene Tierarten: Im Bamberger Forst ist gestern (28.4.) der Abschluss des sechsjährigen Projekts „Wasser und Wald“ gefeiert worden. Dabei wurden ehemalige Anlagen aus den 30er Jahren in naturnahe Feuchtbiotope umgewandelt – unter anderem für Gelbbauchunke und Kammmolch.
Bambergs Finanzreferent Bertram Felix betont, dass das Projekt gleich doppelt wichtig sei:
„Dieses Projekt ist unter zwei Gesichtspunkten sehr wertvoll, nämlich aus naturschutzrechtlichen Gesichtspunkten, dass wir die Artenvielfalt, die für einen gesunden Waldaufbau entscheidend ist, wieder anreichern und vermehren und auf der anderen Seite aber ein ganz großes Thema unserer Zeit deutlich begünstigen, nämlich dass wir bei den extrem trockenen Sommern auch eine Wasserrückhaltung und Versickerung auch sicherstellen können.”
Auch Oberbürgermeister Andreas Starke sieht in dem Projekt ein wichtiges Zeichen für Natur- und Artenschutz:
„Das dient natürlich zum einen, den Tierschutz und den Naturschutz und den Landschaftsschutz miteinander zu verbinden, ein Biodiversitätsprojekt, das auch vorbildlich ist und wir hoffen, dass wir damit auch eine Anschauung bieten können für Schulklassen, für Spaziergänger, für all diejenigen, die sich dafür interessieren, wie gefährdete Tierarten geschützt werden.“
Das Projekt hat rund eine Million Euro gekostet. 90 Prozent der Summe kamen vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt.