Konjunktur

Aufholjagd zum Jahresende - Industrie produziert etwas mehr

20. Februar 2026 , 11:42 Uhr

Noch zum Halbjahr und nach neun Monaten hatte der Wert im Minus gelegen - die letzten Monate des Jahres fielen aber deutlich besser aus als 2024.

Die bayerische Industrie hat 2025 etwas mehr produziert als im Vorjahr. Preisbereinigt ergibt sich ein Plus von 0,6 Prozent, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. Damit hat die Entwicklung zum Jahresende noch ins Plus gedreht.

Für die ersten neun Monate hatte das Landesamt noch ein Minus von 2,4 Prozent gemeldet, für das erste Halbjahr sogar von 3,5 Prozent. In den letzten Monaten des Jahres hatte die Produktion aber durchgehend über den Werten des jeweiligen Vorjahreszeitraums gelegen – ganz besonders im Dezember mit einem Monatsplus von 7,3 Prozent.

Ob die Zahlen bereits erste Zeichen einer Erholung sind, ist dabei aber unklar: Der rechnerische Zuwachs kann auch an den schwachen Vergleichswerten aus dem Vorjahreszeitraum liegen. Damals hatte es deutliche Rückgänge gegeben.

Maschinenbau und Autoindustrie legen zu

Beim Blick auf die einzelnen Industriezweige zeigt sich ein getrenntes Bild: Die für Bayern wichtigen Wirtschaftszweige Maschinenbau, Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen legten mit 2,9 und 2,7 Prozent klar überdurchschnittlich zu. In der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen ging es sogar um 10,9 Prozent nach oben, im sonstigen Fahrzeugbau um 6,8 Prozent. 

Deutliche Produktionsrückgänge zeigten sich dagegen unter anderem in der Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren, wo es um 7,6 Prozent nach unten ging, in der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden mit einem Minus von 4,6 Prozent und der Chemie, die um 4,4 Prozent Schrumpfung hinnehmen musste.

Die bayerische Industrie leidet seit längerem unter der allgemeinen Konjunkturschwäche. Da der Export für sie eine große Rolle spielt, haben die geopolitischen Verwerfungen des vergangenen Jahres wie die US-Zölle sie besonders stark getroffen.

Quelle: dpa

 

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