Nach dem Abrutschen eines Bahndamms in Oberbayern fahren vorerst keine Regionalzüge zwischen Holzkirchen und Rosenheim. Fahrgäste müssen zwischen Bruckmühl und Holzkirchen auf Ersatzbusse umsteigen, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte. Wie lang dies der Fall sein wird, blieb zunächst unklar. Der Bahndamm sei durch den Vorfall nach Schnee und Regen erheblich beschädigt worden. Fahrgäste seien nicht in Gefahr gewesen.
Die Infrastruktur-Tochter der Bahn arbeite nach dem Abrutsch am Mittwochabend «an einem Konzept für die zügige Reparatur», hieß es lediglich. «Die eigentlichen Bauarbeiten können starten, sobald sich der beschädigte Damm ausreichend gesetzt hat.» Man wolle «zeitnah zur voraussichtlichen Wiederaufnahme des regulären Zugverkehrs» informieren.
Unterwegs sind auf der Strecke Regionalzüge der Bayerischen Regiobahn (BRB). Die teilte wiederum mit, man habe nach der kurzfristigen Sperrung mindestens übers Wochenende einen Buspendelverkehr «ohne festen Fahrplan» eingerichtet. «Für Montag und darüber hinaus gibt es derzeit noch keine belastbaren Informationen.»
Die Fahrt könne durch den Umstieg auf Busse aber länger dauern, zudem könnten Fahrgäste ihre Anschlüsse verpassen. «Ein fester Fahrplan wurde unter anderem deshalb nicht eingerichtet, weil dieser aufgrund des Straßenverkehrs nicht zuverlässig einzuhalten wäre», teilte die BRB mit.
Der Damm wird laut Bahn schon seit dem vergangenen Jahr umfassend saniert. Die Strecke Holzkirchen-Rosenheim soll nämlich als Umleitung dienen, wenn die vielbefahrene Strecke München-Rosenheim 2028 für eine umfangreiche Korridorsanierung länger gesperrt wird. Die Sanierung des Bahndamms solle im laufenden Jahr abgeschlossen werden, dann werde dieser «auch bei zukünftigen Starkregenereignissen deutlich widerstandsfähiger sein».
Quelle: dpa