Multiple Sklerose

Applegate über ihr Leben mit MS: «Verdammt schwer»

26. Februar 2026 , 12:24 Uhr

Christina Applegate kämpft sich trotz Multipler Sklerose aus dem Bett – für ihre Tochter. In ihrem neuen Buch will sie «unverblümt» über ihr Leben sprechen.

Der Alltag ist für US-Schauspielerin Christina Applegate («Eine schrecklich nette Familie») schmerzhaft geworden: Aufgrund ihrer Erkrankung mit Multiple Sklerose (MS) verbringt sie viel Zeit im Bett – für ihre 15-jährige Tochter steht sie dennoch auf, um sie zur Schule zu bringen. «Ich will sie hinbringen, es ist meine Lieblingsbeschäftigung. Das ist die einzige Zeit, die wir nur für uns allein haben», sagte die 54-Jährige der Zeitschrift «People». «Ich sage mir: „Bring sie einfach sicher hin und komm nach Hause, damit du wieder ins Bett kannst.“ Und genau das mache ich.»

In ihren Memoiren («You with the sad eyes»), die auf Englisch am 3. März erscheinen, möchte sie laut eigener Aussage «so ehrlich und offen wie möglich» sprechen. «Mein Leben ist nicht mit einer Schleife versehen», sagte sie dem Magazin. «Das Leben der Menschen ist, entschuldigen Sie bitte den Ausdruck, manchmal verdammt schwer.» 

Karriere über vier Dekaden

Die Emmy-Preisträgerin wurde 2021 mit Multipler Sklerose (MS) diagnostiziert, einer Erkrankung des zentralen Nervensystems. 2008 hatte sie eine Brustkrebsdiagnose öffentlich gemacht. Ihre «Super süß und super sexy»-Filmkollegin und Freundin Selma Blair, selbst an MS erkrankt, habe Applegates Symptome früh bemerkt, berichtete «People». Beide setzen sich inzwischen für mehr Aufmerksamkeit für die Krankheit ein.

In den 1990er Jahren war Christina Applegate in der TV-Serie «Eine schrecklich nette Familie» als die naive Tochter Kelly Bundy bekanntgeworden. Ihre über 40 Jahre andauernde Karriere könnte wegen ihrer Erkrankung vor dem Ende stehen: Schon 2023 hatte sie dem Branchenmagazin «Variety» gesagt, die Netflix-Serie «Dead to Me» könnte ihr letztes Projekt gewesen sein. Für die Rolle wurde sie mehrfach für Emmy-, Golden-Globe- und SAG-Awards nominiert.

Quelle: dpa

 

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