Anlagebetrug im Internet - Ermittlungserfolg von Nürnberger Kripo

10. März 2026 , 11:47 Uhr

In enger Zusammenarbeit mit der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ist es der Nürnberger Kriminalpolizei durch intensiv geführte Ermittlungen gelungen, ein weltweit agierendes Netzwerk aufzudecken und zwei Tatverdächtige festzunehmen. Diesmal gingen den Ermittlern die Verantwortlichen eines Unternehmens ins Netz, das über Jahre hinweg die für den massenhaften Betrug essenzielle Telefon- und IT-Infrastruktur bereitgestellt hatte. Ende des vergangenen Jahres wurde Anklage gegen eine von zwei Führungspersonen des IT-Unternehmens erhoben. Die Anklage legt ihm zur Last, einen Schaden in Höhe von rund 28,6 Millionen Euro bei 235 Geschädigten verursacht zu haben.

Zwei hochrangige Drahtzieher der technischen Infrastruktur konnten sodann aufgrund inter-nationaler Fahndungsmaßnahmen Ende 2024 bzw. Anfang 2025 in Zypern und Albanien fest-genommen werden. Dabei handelte es sich um zwei israelische Staatsangehörige im Alter von 46 und 42 Jahren. Gegen den 46jährigen, der im April 2025 aus Zypern nach Deutschland ausgeliefert wurde und sich seitdem in Untersuchungshaft befindet, wurde Ende vergangenen Jahres Anklage zur Cyberwirtschaftskammer des Landgerichts Bamberg erhoben. Den ihm zurechenbaren Schaden beziffert die Anklageschrift auf rund 28,6 Millionen Euro bei 235 Ge-schädigten. Aus diesen Taten sollen ihm insgesamt mehr als 1,1 Millionen Euro persönlich zugeflossen sein. Gegen seinen 42jährigen Mitbeschuldigten läuft in Albanien noch das Aus-lieferungsverfahren. Gegen weitere Tatbeteiligte wird unverändert ermittelt. Aufgrund der Komplexität des Verfahrens werden die Ermittlungen noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

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