Die Zentralstelle Cybercrime Bayern mit Sitz in Bamberg hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Geldabholer erhoben. Die beiden Männer aus Malaysia sollen Teil eines internationalen Betrugsnetzwerks gewesen sein und extra dafür nach Deutschland gereist sein. Die Ermittler werfen den beiden vor, im vergangenen Sommer Bargeld von Betrugsopfern abgeholt zu haben. Die Geschädigten waren zuvor über Datingportale oder soziale Netzwerke zu angeblichen Online-Geldanlagen verleitet worden. Statt Gewinnen verloren sie ihr gesamtes Geld. In einem Fall geht es um mehr als 90.000 Euro. Festgenommen wurden die Männer im August 2025 bei einer versuchten Geldabholung im Landkreis Fürstenfeldbruck. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. Jetzt entscheidet das Amtsgericht München über die Zulassung der Anklage. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten mehrjährige Haftstrafen.