Angreifer in Notaufnahme soll in Psychiatrie

12. März 2026 , 09:07 Uhr

Nach dem Schuss eines Polizisten auf einen mutmaßlich verwirrten und aggressiven Mann in einem Krankenhaus in Erlangen soll dieser zunächst in einer Psychiatrie untergebracht werden. Es gebe Hinweise auf eine eingeschränkte Schuldfähigkeit des 35-Jährigen zum Tatzeitpunkt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Daher sei ein sogenannter Unterbringungsbefehl beantragt worden, den das Amtsgericht erlassen habe.

Sobald es medizinisch möglich sei, werde der durch den Schuss verletzte Deutsche in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht, teilte sie weiter mit. Gegen den Mann werde weiter wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Der augenscheinlich verwirrte 35-Jährige soll in der Nacht zu Dienstag in der Notaufnahme des Waldkrankenhauses Erlangen angegeben haben, vergiftet worden zu sein. Ein Arzt habe wegen des auffälligen Verhaltens die Polizei verständigt. Als die Beamten kamen, wurde der Mann nach bisherigen Ermittlungen aggressiv.

Er habe ein Pfefferspray gegen eine Polizistin eingesetzt und sie mit einem Messer angegriffen. Der 25 Jahre alte Kollege der Frau habe daraufhin einen Schuss aus einer Pistole abgefeuert und den Angereifer am Oberschenkel getroffen, teilten die Beamten mit. Lebensgefahr bestand nicht, der 35-Jährige wird seither in dem Krankenhaus behandelt.

Die Polizistin wurde leicht durch das Pfefferspray verletzt. Ihr Kollege blieb unverletzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte danach zunächst Haftantrag gegen den Angreifer wegen versuchten Totschlags gestellt, nach weiteren Ermittlungen nun allerdings den Unterbringungsbefehl beantragt.

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