Heute findet der diesjährige Equal Pay Day statt. Der internationale Aktionstag markiert symbolisch den Zeitraum, bis zu dem Frauen rechnerisch unentgeltlich arbeiten, während Männer bereits seit dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden.
Der Gender Pay Gap verharrt im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 16 %. Dass sich dieser Wert nicht verringert hat, verdeutlicht die Hartnäckigkeit der Entgeltungleichheit: Frauen arbeiten damit weiterhin rechnerisch 58 Tage im Jahr ohne Entlohnung, während Männer bereits seit Neujahr für ihre Arbeit bezahlt werden.
Unter dem Motto „equal pay every day“ wird dieses Jahr darauf aufmerksam gemacht, wie die Lohnlücke entsteht und wie sie sich auf die Lebensphasen von Frauen auswirkt. Es verdeutlicht, dass der Gender Pay Gap kein punktuelles Ereignis ist, sondern das Ergebnis einer lebenslangen Entwicklung.
Auch die Stadt Bamberg setzt ein klares Statement gegen die anhaltende Entgeltungleichheit. Die Gleichstellungsstelle hisst am 27. Februar 2026 die offizielle Flagge zum Equal Pay Day vor dem Rathaus am Maxplatz.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bamberg, Gabriele Kepic, betont: „Dass die Lohnlücke weiterhin bei 16 Prozent verharrt, ist ein klares Signal, dass wir uns nicht zurücklehnen dürfen. Solange Frauen für gleichwertige Arbeit im Schnitt weniger verdienen und systematische Benachteiligung erfahren, bleibt diese strukturelle Ungerechtigkeit eine Herausforderung, die wir mit aller Entschlossenheit bekämpfen müssen.“