Sportartikelbranche

Adidas erhöht auch wegen Fußball-WM Umsatzprognose

30. Juli 2026 , 10:14 Uhr

Während die Fußball-Welt kritisch die Stirn runzelt, kommt Adidas-Vorstandschef Björn Gulden beim Gedanken an die zurückliegende Fußball-WM ins Schwärmen. Die Kasse hat geklingelt.

Der Sportartikelhersteller Adidas hat dank guter Geschäfte im ersten Halbjahr – auch im Zuge der Fußball-WM – seine Prognose nach oben korrigiert. Die Erlöse sollen nun im gesamten Jahr 2026 um neun bis zehn Prozent steigen. Zuvor war Adidas von einem Wachstum im «hohen einstelligen Bereich» ausgegangen. Beim Betriebsergebnis behielt Adidas seine Prognose von 2,3 Milliarden Euro bei. 

Adidas hatte massiv in die Fußball-WM investiert und insgesamt 14 Teilnehmermannschaften ausgerüstet, darunter auch die beiden Finalisten Spanien und Argentinien, Mit-Gastgeber Mexiko sowie die früh ausgeschiedene deutsche Nationalmannschaft. Auch die Schiedsrichter-Trikots sowie die Spielbälle kamen von Adidas. 

«Wir haben viel mehr verkauft als je zuvor», sagte Adidas-Vorstandschef Björn Gulden der angesichts der andernorts heftig kritisierten Fußball-WM ins Schwärmen geriet: «Wir hätten nicht besser aussehen und es nicht besser machen können!» 

Der frühere Fußball-Profi fuhr fort: «Unsere Marketingkampagne Backyard Legends brachte die Liebe zum Spiel zurück, so wie wir es früher auf der Straße gespielt haben.» Allerdings gab Adidas im Zuge dessen auch 200 Millionen Euro mehr für Marketing aus. Dies, sowie höhere Kosten für Fracht, Beschaffung und US-Zölle bremsten die Ergebnisentwicklung, die unter den Erwartungen der Analysten ausfiel.

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz den Angaben zufolge um 10,2 Prozent auf 13,335 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Gewinn aus fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Höhe von 882 Millionen Euro, 8,7 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 

Der langjährige Finanzvorstand Harm Ohlmeyer wird seinen auslaufenden Vertrag bei Adidas nicht verlängern, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Er war seit fast 30 Jahren bei Adidas tätig und seit 2017 für das Finanzressort verantwortlich. Seine Nachfolgerin wird Birgit Kretschmer, bisher Finanzchefin des Bekleidungs-Filialisten C&A und früher bereits 25 Jahre lang für Adidas tätig.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

30.07.2026 BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein Vor allem China belastet die Münchner. Die Zahlen für das zweite Quartal zeigen, warum der Autobauer Tausende Jobs abbauen will. Der neue Chef Milan Nedeljkovic hat viel Arbeit vor sich. 27.07.2026 Probleme China und Naher Osten: Audi kappt die Prognose Ein einbrechender Markt in China, US-Zölle, die Krise im Nahen Osten und immer stärkere Konkurrenz: Die Liste der Probleme, unter denen Audi leidet, ist lang. 30.07.2026 Bayern-Basketballer holen Flügelspieler vom FC Barcelona Die Basketballer des FC Bayern bauen ihren Kader weiter um. Aus Spanien kommt ein US-Profi mit NBA-Erfahrung. 30.07.2026 Wacker Chemie erhöht Prognose - schwarze Zahlen realistisch Die deutsche Chemieindustrie leidet unter unsicherer Weltlage, hohen Energiepreisen und schwacher Nachfrage. Wacker Chemie schrieb deswegen 2025 hohe Verluste. Nun helfen Sondereffekte.