Die Stadt Forchheim teilt mit, dass die Rechtsabbiegespur von der Adenauerallee in die Bügstraße an der Kreuzung Bügstraße/ Adenauerallee ab sofort dauerhaft gesperrt ist. Die Kreuzung Bügstraße/ Adenauerallee war seit Jahren unfallauffällig und wurde sogar schon einmal als Unfallhäufungspunkt in der Unfalltypenkarte des Bayerischen Verkehrsministeriums ausgewiesen. Im Jahr 2024 gab es schon Planungen die Verkehrssicherheit an dieser Einmündung mittels Ampel zu verschärfen, was jedoch im zuständigen Ausschuss des Stadtrates abgelehnt wurde.
Aufgrund der weiterhin hohen Unfallzahlen insbesondere derer mit Personenschaden suchten die Verkehrsbehörde der Stadt Forchheim und der Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Forchheim seitdem nach Lösungen für dieses Problem. Bei der jetzt gefundenen Lösung stand die unfallträchtige Einmündung der östlichen Weilersbacher Einfahrt in die B 470 Pate, wo seit der Wegnahme einer eigenen Rechtsabbiegespur die Zahl der Verkehrsunfälle deutlich zurückgegangen ist.
An der Einmündung Bügstraße bringt die nun vollzogene Wegnahme der Rechtsabbiegespur in die Bügstraße mit der Folge, dass Rechtsabbieger nun von der ehemaligen Geradeausspur abbiegen müssen, vor allem folgende Verbesserungen:
- Radfahrer, die von der Rampe des Marktgeländes kommen, können wesentlich besser und früher rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge erkennen, da diese sich nicht mehr im „toten Winkel“ befinden. Das gleiche gilt umgekehrt auch.
- Auch der von der Bügstraße in die Adenauerallee einfahrende Verkehr profitiert von der Wegnahme der Rechtsabbiegespur. Es kann zum einen deutlich weiter in die Adenauerallee eingefahren werden – was wiederum die Sicht vor allem nach rechts deutlich verbessert – zudem können Rechtsabbiegende auf der Adenauerallee nicht mehr auf der Geradeausspur überholt werden. Bisher wurden Geradeausfahrende oft von Fahrzeugen auf der Abbiegespur verdeckt, was dazu führte, dass Geradeausfahrende oft zu spät erkannt wurden.
- Ebenso gestaltet sich das Linksabbiegen von der Brücke kommend sicherer, da den Abbiegenden nicht mehr auf zwei Fahrspuren Fahrzeuge entgegenkommen.
- Für den Bus- und Lkw-Verkehr in die Bügstraße ergibt sich zudem der Vorteil, dass diese nun in einen wesentlich weiteren Bogen in die Bügstraße einbiegen können. Bisher gestaltete sich das Rechtsabbiegen für diese Fahrzeuge mit einem großen Wendekreis oft schwierig, da sie immer wieder über die Geradeausspur der Gegenfahrbahn ausholen mussten, um Abbiegen zu können – insbesondere dann, wenn in der Bügstraße Fahrzeuge auf Einbiegemöglichkeiten warteten.
- Nebenbei gingen mit dieser Maßnahme auch Verbesserungen in der Führung des Radverkehrs, beginnend an der Einmündung Merianstraße, einher. Hier wurden zusätzliche Piktogramme, größtenteils mit Richtungsangabe, aufgebracht.
Die Abbiegespur vor dem „E-Center“ auf der Bamberger Straße Richtung Adenauerallee wurde übrigens in voller Länge beibehalten. Von dieser fahren die Busse (wie in zahlreichen anderen Straßenzügen, z.B. in der Bayreuther Str.) in den fließenden Verkehr ein.