Es ist die größte Investition seit über 15 Jahren für das Kloster Michaelsberg – und jetzt ist sie offiziell: 800.000 Euro fließen vom Freistaat Bayern in die denkmalgeschützte Anlage oberhalb der Bamberger Altstadt. Heute übergab Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume den symbolischen Scheck an die Stadt Bamberg. Mit dem Geld werden die Raumschalen der Marienkapelle und der Heilig-Grab-Kapelle im Kloster umfassend saniert. Oberbürgermeister Andreas Starke betonte bei der Übergabe die überregionale Bedeutung des Projekts: „Ich spüre, dass das für Herrn Blume eine Herzensangelegenheit ist. Ganz Bayern kann stolz darauf sein, dass wir hier in Bamberg ein Objekt sanieren, das 200 Jahre lang nicht mehr angefasst wurde.“ Auch Blume zeigte sich beim Vor-Ort-Termin beeindruckt vom Zustand und Potenzial des historischen Bauwerks. Erste freigelegte Gemälde und Deckenmalereien, teils über 300 Jahre alt, könnten nach der Sanierung wieder in ihrer ursprünglichen Pracht erstrahlen: „Das ist etwas ganz Besonderes, fast eine kleine Sixtinische Kapelle hier in Bamberg. Ich bin mir sicher: Das Geld ist hier sehr gut angelegt.“ Die Sanierungsarbeiten sollen bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Ziel ist es, das kulturelle Erbe für die Öffentlichkeit wieder erlebbar zu machen – in einem Zustand, wie ihn Generationen vor uns nicht mehr sehen konnten. Mit der Förderung setzt der Freistaat ein starkes Zeichen für den Denkmalschutz und die kulturelle Vielfalt im Land – und Bamberg erhält ein weiteres Schmuckstück im Herzen seines Weltkulturerbes zurück.