Kriminalität

76-Jährige getötet - Sohn wird Haftrichter vorgeführt

10. Juli 2026 , 11:04 Uhr

Nach dem gewaltsamen Tod einer 76-Jährigen prüft der Haftrichter, ob ihr Sohn in Untersuchungshaft kommt oder in einer Psychiatrie untergebracht wird. Das Tatmotiv ist bislang unklar.

Nach der Tötung einer 76-jährigen Frau soll ihr tatverdächtiger Sohn im Tagesverlauf dem Haftrichter vorgeführt werden. Dieser werde entscheiden, ob der Mann in Untersuchungshaft genommen oder vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werde, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Limburg, Ingrid Richter, der Deutschen Presse-Agentur.

Tatverdächtiger Sohn schweigt bisher 

Der 45-Jährige soll seine Mutter während eines Streits angegriffen und angezündet haben – im Beisein seiner 103 Jahre alten Großmutter, die schwer verletzt wurde. Neben dem genauen Hergang sind auch die Hintergründe der Auseinandersetzung und das Tatmotiv offen. Der Mann habe sich bisher nicht zu dem Geschehen geäußert, sagte Richter. Derzeit werde auch ein Kurzgutachten zum psychischen Gesundheitszustand des Mannes erstellt. Der 45-Jährige war nach der Gewalttat am Donnerstag zunächst geflüchtet, aber im Zuge einer Fahndung am Abend gefasst und festgenommen worden. 

Nach Polizeiangaben war den Beamten zunächst am frühen Abend ein Brand in einem Wohnhaus im Hünfeldener Ortsteil Kirberg gemeldet worden. Dort wurde die leblose 76-jährige Frau gefunden. Die 103 Jahre alte Großmutter des Mannes, die sich ebenfalls vor Ort aufhielt, wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Welche Art von Verletzungen sie hat, wurde zunächst nicht bekannt.

Quelle: dpa

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