Europa League

5:1 mit Rekordtorschütze: Freiburg erstmals im Viertelfinale

19. März 2026 , 20:49 Uhr

Nach einem leidenschaftlichen Auftritt schlägt der SC Freiburg den KRC Genk mit 5:1 und steht erstmals im Viertelfinale der Europa League. Ein Spieler feiert dabei eine ganz besondere Bestmarke.

Dank des Rekordtorschützen Vincenzo Grifo und einer leidenschaftlichen Vorstellung steht der SC Freiburg erstmals im Viertelfinale der Europa League. Der Fußball-Bundesligist hat das Achtelfinal-Rückspiel gegen KRC Genk souverän mit 5:1 (2:1) gewonnen und mit dem Einzug in die Runde der letzten Acht den größten internationalen Erfolg seiner Vereinsgeschichte gefeiert. Damit machten die Südbadener die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel wett und schalteten den Club aus Belgien aus.

Grifo traf zum zwischenzeitlichen 3:1 (53. Minute) und wurde mit nun 106 Pflichtspieltreffern Rekordtorjäger des Clubs vor Ex-Stürmer Nils Petersen. Matthias Ginter (19.) und Igor Matanovic (25.) hatten den Sport-Club früh in Führung gebracht. Den zwischenzeitlichen 2:1-Anschluss der Gäste erzielte Matte Smets (39.). Doch dann machten Grifo, Yuito Suzuki (56.) und Maximilian Eggstein (79.) den fünften Heimsieg des laufenden Wettbewerbs klar.

Im Viertelfinale trifft Freiburg am 9. und 16. April auf Celta Vigo. Der SC hat zuerst Heimrecht, die Entscheidung wird im Rückspiel im Westen Spaniens fallen.

Schuster übertrifft Kulttrainer Streich

In den Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 waren die Breisgauer unter Kulttrainer Christian Streich jeweils im Achtelfinale ausgeschieden. Dieser aus Vereinssicht historische Erfolg mit Nachfolger Schuster dürfte das Team nun auch für den Endspurt in der Bundesliga und im DFB-Pokal mental stärken. In der Liga will der Tabellenachte noch auf Rang sieben vorrücken, um sicher wieder an einem europäischen Wettbewerb teilnehmen zu können. Im DFB-Pokal tritt der SC am 23. April im Halbfinale bei Titelverteidiger VfB Stuttgart an. 

Während den Gästen aus Genk im gesperrten Rechtsverteidiger Zakaria El Ouahdi einer der Besten fehlte, spielte bei Freiburg der im Hinspiel rotgesperrte Eggestein wieder auf der Doppelsechs. Zudem tauschte Schuster im Unterschied zum 0:1 gegen Union Berlin in der Bundesliga seine offensive Dreierreihe hinter Mittelstürmer Matanovic wieder komplett aus. In der Startelf standen wieder Niklas Beste, Suzuki und Grifo. 

Nervöser Start, dann dreht Freiburg auf

Nach einer nervösen Anfangsphase von beiden Seiten übernahmen die zuvor in vier Pflichtspielen sieglosen Freiburger die Spielkontrolle – und das Spiel nahm Fahrt auf. Zunächst konnte Suzuki nach einer Flanke von Grifo den Ball direkt vor dem Tor von Genk nicht kontrollieren (18.). Doch dann war es kurz darauf Ginter, der einen Freistoß von Grifo zum 1:0 einköpfte. Und nur fünf Minuten später staubte Matanovic nach einem Kopfball von Ginter zum 2:0 ab. 

Der Sport-Club setzte das um, was Schuster gefordert hatte: leidenschaftlich in die Zweikämpfe zu gehen, ohne die Balance zwischen Offensive und Defensive zu verlieren. Zwar kam Genk mehrfach vor das Tor der Hausherren, spielte seine Chancen aber nicht konsequent zu Ende – bis Konstantinos Karetsas den Innenpfosten traf und Smets mit dem zweiten Versuch aus kurzer Distanz zum 2:1-Anschluss einschoss.

Grifo nutzt schweren Patzer von Genks Abwehr

Doch nach der Pause folgte schnell die Entscheidung zugunsten der Freiburger. Grifo schob nach einem kapitalen Patzer von Smets aus kurzer Distanz zum 3:1 ein. Suzuki schloss einen Konter nach einer Vorlage von Johan Manzambi zum 4:1 ab. Freiburg kontrollierte nun wieder die Begegnung und brachte den Erfolg sicher über die Zeit. Genk hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Eggestein erhöhte mit einem wuchtigen Schuss sogar noch auf 5:1.

Quelle: dpa

 

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