Am 26. April 1986 explodierte Block 4 des sowjetischen Kernkraftwerks in Tschernobyl infolge eines misslungenen Sicherheitstests. 40 Jahre danach will der BUND Naturschutz auch in Bamberg morgen an die bisher schwerste Katastrophe in der zivilen Kernenergie erinnern. Denn die Auseinandersetzung mit den Risiken der Atomkraft bleibe hochaktuell, sagt Erich Spranger, der 1. Vorsitzende der BUND Naturschutz Kreisgruppe Bamberg. So gebe es zum Beispiel immer noch kein Endlager:
„Die Endlagerfrage ist also ungelöst und die Zwischenlager, da gibt es ja in Grafenrheinfeld hier in der Nähe auch eins, die entwickeln sich immer mehr zu gefährlichen Langzeitprovisorien. Dann ist Atomkraft bei militärischen Konflikten natürlich äußerst heikel, wie wir jetzt auch in der Ukraine sehen und Atomkraft ist die mit Abstand teuerste Art der Stromerzeugung.“
Neben einer Infoveranstaltung im Gemeindezentrum der Erlöserkirche lädt der BUND Naturschutz morgen von 17 bis 18 Uhr zum öffentlichen Gedenken am Tschernobyl-Denkmal unterhalb der Friedensbrücke in Bamberg ein.
14:00 – 16:00 Uhr
Atomkraft ohne Zukunft – 40 Jahre nach Tschernobyl keine Entwarnung
Gemeindezentrum der Erlöserkirche, Kunigundendamm 15, Bamberg
Mit Reden von:
• Prof. Dr. Hubert Weiger (BN-Ehrenvorsitzender)
• Martin Geilhufe (BN-Landesvorsitzender)
• Patricia Lorenz (GLOBAL 2000/Friends of the Earth Europe), zugeschaltet
17:00 – 18:00 Uhr
Öffentliches Gedenken am Tschernobyl-Denkmal
unterhalb der Friedensbrücke (Landesgartenschaugelände), Bamberg
Mit Kurzbeiträgen von: Martin Geilhufe, Prof. Dr. Hubert Weiger, Nanne Wienands, Ursula Sowa u. a.