Zur Halbzeit noch eng – am Ende deutlich

Brose Bamberg ist den Playoffs in der Basketball Bundesliga wieder ein Stückchen nähergekommen. Die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers hat sich gegen Rasta Vechta mit 104 zu 76 durchgesetzt. Bester Werfer der Partie war Bambergs Bennet Hundt mit 25 Punkten. Das nächste Spiel bestreitet Brose Bamberg am Montag, dann auswärts bei den EWE Baskets in Oldenburg.

 

Hier  die Info von Brose Bamberg:

Brose Bamberg behielt am 28. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga gegen RASTA Vechta mit 104:76 die Oberhand und konnte damit den Playoffplatz weiter festigen. Nach einer guten Anfangsphase (27:12, 8.) schlich sich bei Brose etwas die Nachlässigkeit ein, so dass Vechta bis zur Pause aufkam und Brose lediglich mit vier Punkten vorne lag (47:43). In der zweiten Halbzeit stimmte dann jedoch die defensive Aggressivität. Vechta wurde bei 33 Zählern gehalten. Offensiv war Bamberg vor allem erneut stark aus der Distanz (17/31), zudem leistete sich das Team nur einen Fehlwurf von der Freiwurflinie (21/22). Broses Topscorer war Bennet Hundt mit 25 Punkten.

Johan Roijakkers: „Wir sind gut rausgekommen, wussten, dass es ein wichtiges Spiel für uns im Kampf um die Playoffs ist. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir physisch nochmals einen Schritt zugelegt. Wir haben den Ball gut bewegt, daher viele gute Würfe kreiert und stark getroffen. Glückwunsch an meine Mannschaft, am Montag geht’s weiter.“

Wie schon gegen Bayreuth, entwickelte sich auch gegen Vechta zu Beginn des Spiels ein munteres Dreierschießen. Sieben Stück trafen beide Mannschaften bis Mitte des ersten Viertels – drei die Gäste, vier die Bamberger (1x Sengfelder, 3x Lockhart): 14:11. Ab Minute sechs hatten die Hausherren dann die Defensive etwas besser im Griff, machten es Vechta schwer zu punkten. Selbst fanden sie immer wieder den freien Mann – entweder an der Dreierlinie oder unter dem Korb. Die Folge war ein 13:4-Zwischenspurt und die Zwölf-Punkte-Führung (27:15, 8.). Der zweistellige Vorsprung hatte allerdings nur kurz Bestand, denn in den letzten gut 120 Sekunden des ersten Abschnitts kamen die Gäste nochmals auf und wieder auf sechs Zähler ran: 29:23.

Im zweiten Viertel war es eine ausgeglichene Partie. Brose schaffte es nicht mehr, sich nochmals weiter abzusetzen. Im Gegenteil. Josh Young drehte bei den Gästen auf, traf drei Dreier innerhalb von zweieinhalb Minuten und brachte Bamberg damit beim Stand von 40:41 Mitte des Abschnitts erstmals seit der Anfangsminute in Rückstand. Den wandelte allerdings Bennet Hundt kurz darauf wieder in eine Führung. Drei Mal in Folge stand er an der Freiwurflinie, insgesamt sieben Mal war er dabei erfolgreich (47:41, 19.). Den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit setzte jedoch Vechtas Rohwer zum 47:43-Pausenstand. Positiv aus Bamberger Sicht: die Freiwurfquote betrug bis dato 100 Prozent (13/13).

Die Halbzeitansprache von Johan Roijakkers fand Gehör, denn Brose war im dritten Viertel vor allem defensiv wesentlich präsenter, als noch in den ersten 20 Minuten. Offensiv lief weiterhin gut der Ball – und der Dreier fiel. So trafen Chase Fieler, Tyler Larson und Kenneth Ogbe je einen, Devon Hall und Bennet Hundt sogar je zwei. Und vor allem Broses Aufbauspieler war kaum zu stoppen. Zehn Punkte packte er auf seine zwölf aus der ersten Halbzeit allein im dritten Abschnitt obendrauf und sorgte so mit dafür, dass seine Mannschaft das Viertel mit 26:11 für sich entschied und nach 30 Minuten deutlich mit 19 Zählern in Führung lag: 73:54.

Den Vorsprung ließen sich die Hausherren auch im Schlussabschnitt nicht mehr nehmen. Zu stark war Brose jetzt defensiv, zu treffsicher offensiv. Nach einem And1 von Hall betrug die Führung nach gut 22 Minuten erstmals 20 Punkte: 78:58. Da Bamberg weiterhin kaum einen Wurf daneben setzte, war die Frage Mitte des Viertels: wer macht die 100 voll? Bennet Hundt hatte es in der Hand, verwarf beim Stand von 99:71 aber seinen elften – und übrigens den einzigen überhaupt – Freiwurf des Abends. Machte aber nichts, denn kurz darauf war es Shevon Thompson, der zum 101:71 einnetzte. Am Ende siegte Brose Bamberg mit 104:76 und ist damit auf dem besten Weg in die Playoffs der easyCredit Basketball Bundesliga.

Brose Bamberg:

Lockhart 14, Plescher 3, Seric 3, Fieler 10, Hall 20, Ogbe 10, Thompson 5, Hundt 25, Sengfelder 9, Kravish 2, Grüttner, Larson 3