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Zugunglück «schwärzester Tag in Bad Aiblings Geschichte»

Bad Aibling (dpa/lby) – Zum fünften Jahrestag des Zugunglücks von Bad Aibling mit zwölf Toten und fast 90 Verletzten wollen Vertreter aus Politik, Bahnverkehr und der örtlichen Kirchen am Dienstag an die Opfer erinnern. «Unser Signal richtet sich aber auch an die Angehörigen, die heute noch mit diesem schweren Verlust zu kämpfen haben, und die Überlebenden», sagte der Bad Aiblinger Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) am Montag. Wegen der Corona-Bestimmungen wird sich das Gedenken auf einen sehr kleinen Kreis und eine kurze Andacht beschränken. Blumen sollen niedergelegt werden.

Bei dem Unglück waren zwei Züge frontal ineinandergefahren. Unfallursache war menschliches Versagen. Ein Fahrdienstleiter hatte am 9. Februar frühmorgens im Dienst mit seinem Handy gespielt und – davon abgelenkt – falsche Signale gesetzt. Um 6.47 Uhr, dem Zeitpunkt des Unglücks, werden am Dienstag in Bad Aibling die Glocken läuten.

«Das Zugunglück ist für mich der schwärzeste Tag in Bad Aiblings jüngerer Geschichte», sagte Schlier. Als das Unglück geschah, sei er mit dem Auto auf dem Weg zu seiner damaligen Arbeitsstelle im Nachbarlandkreis Miesbach gewesen. «Während der Fahrt kam mir ein Großaufgebot an Rettungswägen entgegen und im Radio gingen erste Meldungen über das Unglück ein. Das Ausmaß des Zusammenstoßes und das furchtbare Leid, das dahintersteht, waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzbar», sagte Schlier. Er zollte auch den Einsatzkräften von damals Hochachtung; sie hätten in einem «beispiellosen schwierigen und psychisch stark belastenden Einsatz» geholfen und Leben gerettet.

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