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Zehn Festnahmen wegen Verdachts auf Geldwäsche

Hof (dpa/lby) – Ermittler haben in Oberfranken zehn Personen wegen Verdachts auf Geldwäsche im großen Stil festgenommen. Vier davon, drei Männer und eine Frau, sitzen bereits in Untersuchungshaft. Die Bande habe in den vergangenen Monaten mehrere Hunderttausend Euro aus verschiedenen Quellen von Deutschland nach Ostafrika gebracht, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Hof am Donnerstag mit. Die Ermittler waren den Verdächtigen schon länger auf der Spur. Sie vermuten, dass es sich um illegale Finanztransaktionen in Millionenhöhe handelt und dass das Geld aus Straftaten stammt.

Am Dienstag durchsuchten Polizisten in München und Umgebung, Frankfurt und Saarbrücken zwölf Geschäfte und Wohnungen. Dabei stellten sie rund 60 000 Euro, mehrere Handys und Datenträger sicher. Auf die Spur der Verdächtigen war die Kriminalpolizei gekommen, als eine Polizeistreife im vergangenen Frühjahr zwei Männer in Bamberg kontrolliert und im Wagen mehrere Kuverts mit fast 34 000 Euro gefunden hatte.

In den folgenden Monaten fanden die Ermittler heraus, dass die Mitglieder der Bande täglich mehrere Zehntausend Euro untereinander weitergaben und sammelten, um dessen Weg zu verschleiern. Die Summen brachten sie dann in Koffern oder Taschen nach Ostafrika. Schon vor der großangelegten Aktion am Dienstag konnte die Polizei insgesamt 280 000 Euro beschlagnahmen. Nach Ansicht der Ermittler sollten mit dem Geld Straftaten in Ostafrika finanziert werden.