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Wolf streift durch Gehöft – Landesamt: «keine Gefährdung»

Brannenburg (dpa/lby) – Ein Wolf sorgt im Landkreis Rosenheim bei Brannenburg für Unruhe – er schlich direkt über ein Gehöft. Eine Überwachungskamera habe in dem Gebiet am 9. November ein Video von einem Wolf aufgezeichnet, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) am Mittwoch auf Anfrage mit. Das Tier habe den Hof gequert, «vorsichtig und mit eingekniffenem Schwanz», erläuterte ein Sprecher. Die Mediengruppe «Münchner Merkur/tz» hatte zuerst darüber berichtet.

«Es ist von keiner Gefährdung auszugehen», betonte der LfU-Sprecher. «Wölfe sind grundsätzlich vorsichtig und meiden Menschen.» In dicht besiedelten Kulturlandschaften wie Deutschland komme es dennoch vor, dass Wölfe an Dörfern vorbeiliefen oder Streusiedlungen durchquerten. Da Wölfe überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv seien, geschehe dies meist während der Dunkelheit. Vereinzelt könnten Wölfe auch tagsüber im Siedlungsbereich gesichtet werden. Ähnliches Verhalten kennt man auch von Rehen und Füchsen.

Vor wenigen Wochen hatten Wölfe an drei Orten im Süden und Norden Bayerns mehrere Schafen und Ziegen gerissen. In den oberbayerischen Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land sowie im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld wurden laut LfU am 30. Oktober und 1. November insgesamt acht Schafe und zwei Ziegen gerissen, wie ein Sprecher der Behörde sagte. Ein weiteres Schaf sei wegen schwerer Verletzungen durch den Angriff eingeschläfert worden.

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