© Klaus-Dietmar Gabbert

Wohnungsbau in Bayern bleibt auf hohem Niveau

München (dpa/lby) – In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind in Bayern Baugenehmigungen für knapp 16 600 Wohnungen erteilt worden – und damit etwa gleich viele wie im Vorjahreszeitraum. Wie das Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte, entstehen etwa 37 Prozent der Wohnungen in neuen Ein- und Zweifamilienhäusern und knapp 48 Prozent in neuen Mehrfamilienhäusern. Durch Um- oder Ausbau von bereits bestehenden Gebäuden sind 1800 neue Wohnungen geplant, weitere Wohnungen entstehen in Wohnheimen oder Gewerbegebäuden.

Für die kreisfreien Städte wurden von Januar bis März mit knapp 5300 Wohnungen fast 13 Prozent weniger Baufreigaben erteilt, für die Landkreise mit rund 11 300 Wohnungen deutlich mehr (plus acht Prozent). In vier der sieben Regierungsbezirke gingen die Freigaben zurück – in Mittelfranken sogar um fast 31 Prozent, wogegen Oberbayern um 14 Prozent mehr Baugenehmigungen verzeichnete.

Bauministerin Ilse Aigner (CSU) sagte, mit der Zahl der Genehmigungen werde der «Rekordkurs des Vorjahres nahtlos» fortgesetzt. «Es ist aber noch nicht genug. Bayerns Kommunen sollen Bauland ausweisen und Fördermittel weiter abrufen.» Der Bau von Wohnungen sei die beste Medizin gegen weitere Mietsteigerungen.

Aigner kündigte einen «Baukasten mit mehreren Werkzeugen» für mehr Wohnungsbau an, den sie am Dienstag im Kabinett vorstellen will. Dazu gehörten das «Baukindergeld Plus» für junge Familien und die neue staatliche Wohnungsbaugesellschaft.