Geflüchtete aus der Ukraine werden nach ihrer Ankunft von einem Polizisten zur Registrierung am Münchner Hauptbahnhof begleitet., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Wirtschaft will geflüchteten Ukrainern Arbeit geben

Die bayerischen Unternehmen zeigen reges Interesse an Flüchtlingen aus der Ukraine. Inzwischen haben sich 948 Unternehmen bei einer vor vier Wochen gestarteten Initiative der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) registriert, wie der Verband mitteilte. Diese dient der Integration in den Arbeitsmarkt.

Auf dem Portal finden sich demnach inzwischen (Stand Donnerstag) 1855 Stellenanzeigen, die sich an Flüchtlinge wenden. Die Bandbreite ist groß: Die bayerischen Unternehmen suchen beispielsweise Oberärzte, Metzger, Lagerhelfer, Küchenhilfen oder Bauingenieure.

«Unser Ziel ist die gesellschaftliche Teilhabe der geflüchteten Menschen», sagte VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. «Integraler Bestandteil ist dabei die mittel- und langfristige Arbeitsmarktintegration.» Geflüchtete, die länger blieben, müssten sich eine Existenz aufbauen können. Das Projekt laufe gut an, sagte Brossardt: «Die Zahlen zeigen, dass die bayerische Wirtschaft helfen will und helfen kann.»

Die Initiative bietet über ihre Plattform, die in deutscher und ukrainischer Sprache abrufbar ist, neben den Stellenanzeigen auch Informationen rund um die Integration in Arbeit und stellt ein breites Angebot an Deutschkursen vor. Zudem gibt es eine zweisprachige Hotline.