Der Regisseur Rosa von Praunheim steht in seiner neuen Ausstellung «nackte Männer - nackte Tiere» in der Galerie Mond., © Joerg Carstensen/dpa/Archivbild

Wie von Praunheim sich zum Arbeiten bringt

Der Filmemacher Rosa von Praunheim (80) hat sich mit einer ungewöhnlichen Methode zum Arbeiten gezwungen: «Ich habe mir eine Zeit lang eine Person engagiert, die kommt und mir drei bis vier Stunden beim Arbeiten zuschaut», sagte der Berliner Regisseur («Männerfreundschaften») im Interview der «Süddeutschen Zeitung». Seine Begründung leuchtet ein: «Wenn da jemand ein paar Stunden kommt und bezahlt wird, kann ich nicht durch die Buchhandlung stöbern, ich muss arbeiten.» Außerdem gebe er der Person auch Aufgaben.

Sein Tagesablauf wirkt entspannt. «Ich schlafe lange, frühstücke und lese Zeitung», vertraute der 80-Jährige der Zeitung an. «Dann arbeite ich, jeden Tag schreibe ich ein Gedicht.» Es sei eine «große Gnade», aktiv zu sein und viele Pläne zu habe.

Allerdings könnte es damit bald vorbei sein. Eine Astrologin habe ihm vorhergesagt, dass er kurz vor seinem 81. Geburtstag am 25. November sterben werde. Er habe deswegen auch schon mit seinem Partner und einem Freund in ihrem künftigen gemeinsamen Grab zur Probe gelegen. «Am 16. Oktober feiere ich Beerdigung – aber vielleicht stirbt statt meiner ja die Astrologin», scherzte von Praunheim.