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Wie geht es weiter im Fall Peggy?

Nach zwei Wochen Untersuchungshaft ist er wieder frei. Das Amtsgericht Bayreuth hat den Verdächtigen im Mordfall Peggy aus dem Gefängnis entlassen. Das Gericht verneinte einen dringenden Tatverdacht. Der 41-Jährige hatte ein Teilgeständnis abgelegt, dieses aber widerrufen. Laut Gericht darf es nicht mehr gegen ihn verwendet werden. Die anderen Spuren und Indizien reichen nicht aus, um den Mann weiter festzuhalten. Jetzt prüfen die Ermittler, ob sie Beschwerde dagegen einlegen. Sie wollen die Entscheidung des Amtsgerichts Bayreuth eingehend prüfen und dann entscheiden, heißt es.

 

Hier die offizielle Mitteilung der Behörden:

Das Amtsgericht Bayreuth hat heute im Wege der Abhilfeentscheidung auf die Beschwerde des Beschuldigten hin den Haftbefehl gegen den 41-jährigen Tatverdächtigen, der vom Ermittlungsrichter am 10.12.2018 erlassen worden war, aufgehoben und den Mann aus der Untersuchungshaft entlassen.

 

Das Amtsgericht hat einen dringenden Tatverdacht verneint, da das widerrufene Teilgeständnis nicht mehr gegen den Beschuldigten verwendet werden könne, das Spurenbild am Ablageort zwar den Verdacht der Verbringung der Leiche, aber nicht ein vorausgegangenes Tötungsdelikt begründe und da weitere Ermittlungsergebnisse, wie etwa Aussagen anderer Personen, keinen dringenden Tatverdacht für eine Sexualstraftat oder ein Tötungsdelikt zum Nachteil von Peggy Knobloch begründen würden.

 

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth wird die Begründung des Beschlusses und die Rechtslage eingehend überprüfen und entscheiden, ob eine Beschwerde gegen den Beschluss einzulegen sein wird. Hierbei wird auch die Frage, ob die Befragung des Beschuldigten entgegen der Rechtsmeinung des Ermittlungsrichters im Beschluss vom 24.12.2018 angesichts des Verlaufs der Vernehmung im September 2018 ohne Verteidiger erfolgen durfte, von Bedeutung sein.